Die deutschen Hopfenbauern werden 2025 voraussichtlich 41.235 Tonnen Hopfen ernten. Das teilt der Verband Deutscher Hopfenpflanzer auf Grundlage der offiziellen Ernteschätzung mit. Damit würden die Erträge elf Prozent unter denen des Vorjahres und gut drei Prozent unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre liegen. Der bei weitem höchste Anteil entfällt auf das Anbaugebiet Hallertau, wo eine Ernte von 35.500 Tonnen erwartet wird. Der Gehalt an Alphasäure im Hopfen, die für die Bierbittere verantwortlich ist, kann laut dem Verband aktuell noch nicht eingeschätzt werden.
Die relativ geringen Mengen erklären die Hopfenpflanzer mit der für den Hopfen eher ungünstigen Witterung: Bis Mitte Juli habe es zu wenig geregnet, was die Entwicklung des Hopfens verzögerte. Nur zum Teil konnten spätere Niederschläge das Defizit bei später reifenden Sorten ausgleichen. Zusätzlich bereiteten in manchen Regionen Krankheiten und Schädlinge den Pflanzen Probleme. Insbesondere die Pilzkrankheit Peronospora sowie große Populationen bei Blattläusen und Spinnmilben hätten hohe Anstrengungen beim Pflanzenschutz erfordert, so die Deutschen Hopfenpflanzer. Zwar konnte die Qualität „überwiegend“ gesichert werden, einzelne Partien hätten aber unter den widrigen Umständen gelitten.
Schrumpfender Biermarkt macht Flächenreduktionen nötig
Das zweite Jahr in Folge ging auch die Hopfenfläche in Deutschland zurück. Nach einem moderaten Minus von 1,6 Prozent im Vorjahr verlor die Branche 2025 6,5 Prozent ihrer Flächen. 1.326 Hektar wurden gerodet und 44 Betriebe stellten ihre Produktion ein. Die verbliebenen 18.961 Hektar werden aktuell von 965 Betrieben in sechs Bundesländern bewirtschaftet. Damit ist Deutschland international der größte Hopfenproduzent und repräsentiert etwa 35 Prozent der weltweiten Hopfenfläche.
Der Rückgang der Produktion in Deutschland und anderen Erzeugerländern ist eine Reaktion auf den in vielen Ländern schrumpfenden Biermarkt. Seit mindestens zwei Jahren ist der Hopfenmarkt geprägt von einer strukturellen Überversorgung bei wichtigen Sorten. Vor allem in den weltweit größten Hopfenbaunationen Deutschland und USA hat das zu Flächenreduzierungen geführt.
Mit dem Abbau reagieren die Hopfenpflanzer auf niedrige Preise und geringe Vermarktungschancen. Die kurzfristigen Aussichten sind dabei laut dem Pflanzerverband „nicht rosig“: Angesichts eines rückläufigen Bierkonsums sei mit einer weiteren Abnahme beim Hopfenbedarf zu rechnen, heißt es. Bis Angebot und Nachfrage wieder in Einklang stünden, gehe man von einer weiteren Reduktion der Flächen aus.























































































