Henkell Freixenet hat das Jahr 2025 trotz des schwierigen Marktumfelds mit einem stabilen Ergebnis abgeschlossen. Wie das Unternehmen in seiner Jahresbilanz mitteilt, stieg der Umsatz minimal – um 0,5 Prozent – auf 1,25 Milliarden Euro (Nettoumsatz ohne Sekt- und Branntweinsteuer).
Angesichts einer angespannten Weltwirtschaft und eines zurückhaltenden Konsums habe sich Henkell Freixenet behaupten können, resümiert CEO Dr. Andreas Brokemper. Während der Schaumwein- und der Weinmarkt weltweit rückläufig waren, partizipierte Henkell Freixenet mit starken Marken und Innovationen von der positiven Entwicklung einzelner Kategorien wie Prosecco, Crémant, alkoholfreie Schaumweine und Aperitifs.
Im Segment der Schaumweine setzten sich zentrale Trends fort: Weltweit stieg der Prosecco-Absatz weiter; mit einem Umsatzplus von drei Prozent wuchs dabei Mionetto etwas stärker als der Markt, der um zwei Prozent zulegte. Positiv entwickelte sich dabei auch der Vorstoß der Marke ins Aperitivo-Segment: Mionetto Aperitivo wurde innerhalb von zwei Jahren in über 15 Ländern eingeführt.
Freixenet Cava schwächelt wie der Markt
Von der insgesamt negativen Entwicklung des Cavas blieb indessen auch die Marke Freixenet nicht verschont und verlor insgesamt vier Prozent an Umsatz. Zuwächse bei Prosecco und Italian Rosé konnten den Abwärtstrend nicht kompensieren. Insgesamt war die Cava-Kategorie weiterhin von der Dürre der vergangenen Jahre im Penedès erheblich belastet, und die schwachen oder teils ausbleibenden Ernten erhöhten den Druck auf Verfügbarkeit, Kosten und Preisgestaltung. Zusätzlich beeinflusste die Zollsituation in den USA das Cava-Geschäft.
Als Wachstumstreiber im internationalen Schaumweinmarkt zeigte sich 2025 laut Henkell Freixenet die aufstrebende Kategorie Crémant. Weltweit stieg der Absatz im vergangenen Jahr um 7,5 Prozent. Die Marke Gratien Meyer aus dem Portfolio von Henkell Freixenet entwickelte sich mit 14 Prozent deutlich besser. Dabei zähle Deutschland neben Frankreich und Großbritannien zu den Schlüsselmärkten.
Mit seinem breiten Angebot an alkoholfreien Alternativen konnte das Unternehmen auch an diesem Trend teilhaben. Mit Produkten wie Mionetto 0,0 %, Freixenet 0,0 % und Mionetto Aperitivo Alkoholfrei wurde über alle Regionen hinweg ein Plus von 18 Prozent erzielt. Man sehe sich in dem wachsenden Markt „sehr gut aufgestellt“, konstatiert Brokemper.
Konzern immer internationaler
In den vergangenen Jahren hat Henkell Freixenet die Internationalisierung der Gruppe vorangetrieben. 2025 wurden drei neue Landesgesellschaften in Argentinien, Kroatien und Irland eröffnet und das internationale Geschäft mit lokalen Präsenzen weiter ausgebaut. Heute ist der Umsatz der Gruppe regional breit verteilt: Westeuropa bleibt mit 32 Prozent umsatzstärkste Region, gefolgt von DACH (27 %), Amerika (21 %) und Osteuropa (18 %).
Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen zeigt sich Henkell Freixenet auch fürs laufende Jahr dank der starken Position der eigenen Marken in den Wachstumsmärkten und zahlreicher Innovationen optimistisch. „Unser breit gefächertes Portfolio an Schaumwein-, Wein- und Spirituosenprodukten gibt uns die nötige Flexibilität, Trends zügig aufzugreifen, Herausforderungen abzufedern und Wachstum in den verschiedenen Märkten zu realisieren“, so Brokemper. „Damit sind wir auch für das Jahr 2026 gut aufgestellt.“
























































































