Die Hawesko Holding ist, trotz eines leichten Umsatzrückgangs, mit einem Ergebnisplus ins Jahr 2026 gestartet. Bei einem Umsatz von 133,1 Millionen Euro (Vorjahr: 135,3) wuchs der Gewinn (Ebit) von 1,4 auf 1,6 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund des weiterhin schwierigen Marktumfelds sei dies „ein erfreulicher Auftakt“, meldet der Wein- und Spirituosenhändler in seiner Bilanz-Mitteilung. Zurückgeführt wird die Verbesserung auf Sparmaßnahmen im Vorjahr sowie eine stärkere Digitalisierung und Nutzung von künstlicher Intelligenz.
Recht unterschiedlich entwickelten sich im ersten Jahr die verschiedenen Segmente. So legte der Bereich „Retail“ um 0,9 Prozent zu, was im Wesentlichen auf die positive Entwicklung von Jacques‘ zurückzuführen sei, das um 2,1 Prozent wuchs. Hingegen musste das Unternehmen im B2B-Segment einen Umsatzrückgang von 2,7 Prozent hinnehmen, der auf die gedämpfte Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel sowie auf Sondereffekte wie den Wegfall eines großen Spirituosenlieferanten zurückzuführen ist. Dabei konnten positive Entwicklungen im Bereich Wein sowie bei den Gastronomiekunden und in den ausländischen B2B-Gesellschaften den Rückgang deutlich begrenzen.
E-Commerce schwächelt
Im E-Commerce wurde der Trend der vergangenen Quartale zwar gebremst, Hawesko verzeichnete dort aber, hauptsächlich wegen der anhaltend geringen Konsumneigung, weiterhin einen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent. Hier rechnet man allerdings durch eine steigende Zahl an Neukunden und erhöhte Werbeinvestitionen mit einer besseren Entwicklung in den ohnehin gewöhnlich saisonal stärkeren nächsten Quartalen. Über alle Segmente hinweg konnte die Holding ihre Rohertragsmarge auf 45 Prozent steigern. Auch absolut übertraf den Angaben zufolge der Rohertrag den Vorjahreswert.
Für den weiteren Jahresverlauf plant Hawesko weitere Initiativen zur Digitalisierung und einem stärkeren Einsatz von künstlicher Intelligenz. Im Mittelpunkt stehen insbesondere die KI-gestützte Personalisierung der Kundenansprache sowie die Optimierung von internen Abläufen und Prozessen. Der Vorstand sieht in diesen Initiativen einen wesentlichen Hebel, „um Effizienz und Kundennähe weiter zu stärken“.
Umsatzplus für Gesamtjahr erwartet
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigt der Vorstand seine Prognose: einen leichten Umsatzanstieg von bis zu zwei Prozent und ein operatives Ebit in einer Bandbreite von 28 bis 32 Millionen Euro. Dabei geht das Management davon aus, dass das Geschäft – wie branchenüblich – im zweiten Halbjahr deutlich anzieht. Ebenso wird angenommen, dass sich die Konsumzurückhaltung im weiteren Jahresverlauf nicht in gleichem Maße fortsetzt. Die durch den Nahostkonflikt steigenden Energie- und Logistikkosten der Gruppe seien bei der Prognose, soweit absehbar, bereits berücksichtigt, teilt das Unternehmen abschließend mit.
























































































