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„Gastronomie braucht jetzt Durchhaltevermögen“
Veltins

„Gastronomie braucht Durchhaltevermögen“

Die Gastronomie geht in dieser Woche nach langer Zwangspause an den Neustart. Abstandsregeln und Hygieneauflagen lassen jedoch nur einen Teilbetrieb zu. Vielen Gastronomen droht das Aus. Die Brauerei Veltins hat ihre Gastronomiepartner seit Beginn der Krise unter anderem durch Stundungen von Darlehensrückzahlungen unterstützt. Getränke News sprach mit Veltins-Gastro-Chef Stephan Wachholz über die aktuelle Situation.


Getränke News: Die Gastronomie darf diese Woche wieder öffnen. Wie erleben Sie die Stimmung im Markt?

Wachholz: Der unternehmerische Tatendrang ist spätestens nach der Bekanntgabe der Lockerungsmaßnahmen groß – das hat wie ein Befreiungsschlag gewirkt. Jetzt ist der Aufbruch deutlich zu spüren, ganz gleich, in welchem Bundesland. Doch die Betroffenheit der Gastronomen schwingt nach einem anfänglichen Schockzustand immer noch mit. Und das aus gutem Grund! Man darf nicht vergessen, wie unvorbereitet der Lockdown die Betriebe getroffen hat – eine Vollbremsung aus voller Fahrt war das. Gastronomie ist und bleibt ein Herzblut-Geschäft, so dass die Schmerzen von Leerstand und Umsatzeinbuße bis hin zu Ängsten über einen Verlust des gesamten Geschäftes reichen.

Getränke News: Jetzt sind auch die Brauereien gefordert, mit ihrer Hilfestellung ihren Beitrag zur Wiedereröffnung der Betriebe beizusteuern. Was ist jetzt zu tun?

Wachholz: Wir sind mit vielen Gastronomen seit Wochen im Dialog, weil wir früher als viele andere mit der Darlehensstundung ein veritables Signal gegeben haben, dass wir es mit der Partnerschaft und dem Wunsch nach einer langfristigen Geschäftsbeziehung ernst nehmen. Darüber hinaus haben wir permanent Informationen für den praktischen Alltag während der Betriebsschließung weitergereicht. Unser gastronomischer Außendienst ist seit Wochenbeginn wieder im Markt unterwegs und unterstützt unsere Partner vor Ort. Manche brauchen in diesen Tagen mehr Hilfe, andere weniger – jetzt ist die individuelle Ansprache erforderlich.

Getränke News: Den Gastronomen plagen in diesen Tagen vielfältige Probleme und vor allem Hygieneauflagen. Wie sehen die konkreten Maßnahmen aus?

Wachholz: Jeder Gastronomiezulieferer ist gut beraten, seinen Kunden mit seiner fachspezifischen Kompetenz zu unterstützen. Deshalb haben wir mit Bekanntwerden der Wiedereröffnungstermine eine Hotline eingerichtet, die von unseren Schanktechnikexperten betreut wird. Auf diese Weise können wir gewährleisten, dass ohne Zeitverzögerung die Fragen beantwortet und Probleme gelöst werden können. Wir wollen, dass die Ausschankqualität von Beginn an wieder das optimale Niveau erhält.

Getränke News: Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband spricht seit Wochen von großer Insolvenzgefahr. Gibt es schon Hinweise darauf, dass es finanzielle Engpässe in der Gastronomie gibt?

Wachholz: Die wirtschaftliche Gefährdung ist nicht von der Hand zu weisen. Für manchen Betrieb wird sich die Frage der Wirtschaftlichkeit stellen, wenn die Auslastung der ohnehin durch Distanzpflicht reduzierten Plätze nicht den Erfordernissen genügt. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie die Gäste die veränderten Rahmenbedingungen hinnehmen. Es bleibt dabei: Die Gastronomie ist ein großer Leidtragender der letzten Wochen, kann aber nach Corona-Zeiten rasch zum Gewinner der Herzen werden, wenn sie mit Service und Durchhaltevermögen Steherqualitäten bewiesen hat.

Getränke News: Für die Brauereien wird es dennoch ein schwieriges Jahr bleiben. Wann ist mit einer Trendwende zu rechnen?

Wachholz: Die Fassbierabsätze werden das ganze Jahr über leiden – da braucht man keine hellseherischen Fähigkeiten. Wir haben Glück im Unglück, weil die Lockerungsmaßnahmen doch noch rechtzeitig zu Beginn der ausstoßstarken Jahreszeit beginnen. Auf diese Weise kann man zumindest die saisonale Jahresspitze entsprechend des begrenzten Arbeitsspielraums nutzbar machen. Das Eventgeschäft dürfte bis zum Spätsommer zu wesentlichen Teilen verloren gehen. Wir können letztlich froh sein, dass die Fußball-EM auf 2021 verschoben ist, weil uns so die hoffentlich dann unbeschwerte Feierlaune im nächstjährigen Sommergeschäft hilft!


Über Veltins

Die Brauerei Veltins, Meschede-Grevenstein, bilanzierte 2019 einen Umsatz von 359 Millionen Euro bei einem Ausstoß von 3,05 Millionen Hektoliter. In rund 15.000 Gaststätten werden die Biere der Brauerei ausgeschenkt. Zum Sortenportfolio zählen Veltins Pilsener und Radler sowie das alkoholfreie Pilsener 0,0% und Radler 0,0%, Veltins Malz und Fassbrause. Hinzu kommt die Spezialitätenmarke Grevensteiner mit dem Landbier Grevensteiner Original, Natur-Radler und Naturtrübes Helles. Außerdem gehört die Biermix-Range V+ mit insgesamt sechs Sorten zum Produktangebot. Der Mehrweganteil liegt bei 94 Prozent.

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„Gastronomie braucht jetzt Durchhaltevermögen“
Veltins

„Gastronomie braucht Durchhaltevermögen“

Die Gastronomie geht in dieser Woche nach langer Zwangspause an den Neustart. Abstandsregeln und Hygieneauflagen lassen jedoch nur einen Teilbetrieb zu. Vielen Gastronomen droht das Aus. Die Brauerei Veltins hat ihre Gastronomiepartner seit Beginn der Krise unter anderem durch Stundungen von Darlehensrückzahlungen unterstützt. Getränke News sprach mit Veltins-Gastro-Chef Stephan Wachholz über die aktuelle Situation.


Getränke News: Die Gastronomie darf diese Woche wieder öffnen. Wie erleben Sie die Stimmung im Markt?

Wachholz: Der unternehmerische Tatendrang ist spätestens nach der Bekanntgabe der Lockerungsmaßnahmen groß – das hat wie ein Befreiungsschlag gewirkt. Jetzt ist der Aufbruch deutlich zu spüren, ganz gleich, in welchem Bundesland. Doch die Betroffenheit der Gastronomen schwingt nach einem anfänglichen Schockzustand immer noch mit. Und das aus gutem Grund! Man darf nicht vergessen, wie unvorbereitet der Lockdown die Betriebe getroffen hat – eine Vollbremsung aus voller Fahrt war das. Gastronomie ist und bleibt ein Herzblut-Geschäft, so dass die Schmerzen von Leerstand und Umsatzeinbuße bis hin zu Ängsten über einen Verlust des gesamten Geschäftes reichen.

Getränke News: Jetzt sind auch die Brauereien gefordert, mit ihrer Hilfestellung ihren Beitrag zur Wiedereröffnung der Betriebe beizusteuern. Was ist jetzt zu tun?

Wachholz: Wir sind mit vielen Gastronomen seit Wochen im Dialog, weil wir früher als viele andere mit der Darlehensstundung ein veritables Signal gegeben haben, dass wir es mit der Partnerschaft und dem Wunsch nach einer langfristigen Geschäftsbeziehung ernst nehmen. Darüber hinaus haben wir permanent Informationen für den praktischen Alltag während der Betriebsschließung weitergereicht. Unser gastronomischer Außendienst ist seit Wochenbeginn wieder im Markt unterwegs und unterstützt unsere Partner vor Ort. Manche brauchen in diesen Tagen mehr Hilfe, andere weniger – jetzt ist die individuelle Ansprache erforderlich.

Getränke News: Den Gastronomen plagen in diesen Tagen vielfältige Probleme und vor allem Hygieneauflagen. Wie sehen die konkreten Maßnahmen aus?

Wachholz: Jeder Gastronomiezulieferer ist gut beraten, seinen Kunden mit seiner fachspezifischen Kompetenz zu unterstützen. Deshalb haben wir mit Bekanntwerden der Wiedereröffnungstermine eine Hotline eingerichtet, die von unseren Schanktechnikexperten betreut wird. Auf diese Weise können wir gewährleisten, dass ohne Zeitverzögerung die Fragen beantwortet und Probleme gelöst werden können. Wir wollen, dass die Ausschankqualität von Beginn an wieder das optimale Niveau erhält.

Getränke News: Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband spricht seit Wochen von großer Insolvenzgefahr. Gibt es schon Hinweise darauf, dass es finanzielle Engpässe in der Gastronomie gibt?

Wachholz: Die wirtschaftliche Gefährdung ist nicht von der Hand zu weisen. Für manchen Betrieb wird sich die Frage der Wirtschaftlichkeit stellen, wenn die Auslastung der ohnehin durch Distanzpflicht reduzierten Plätze nicht den Erfordernissen genügt. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie die Gäste die veränderten Rahmenbedingungen hinnehmen. Es bleibt dabei: Die Gastronomie ist ein großer Leidtragender der letzten Wochen, kann aber nach Corona-Zeiten rasch zum Gewinner der Herzen werden, wenn sie mit Service und Durchhaltevermögen Steherqualitäten bewiesen hat.

Getränke News: Für die Brauereien wird es dennoch ein schwieriges Jahr bleiben. Wann ist mit einer Trendwende zu rechnen?

Wachholz: Die Fassbierabsätze werden das ganze Jahr über leiden – da braucht man keine hellseherischen Fähigkeiten. Wir haben Glück im Unglück, weil die Lockerungsmaßnahmen doch noch rechtzeitig zu Beginn der ausstoßstarken Jahreszeit beginnen. Auf diese Weise kann man zumindest die saisonale Jahresspitze entsprechend des begrenzten Arbeitsspielraums nutzbar machen. Das Eventgeschäft dürfte bis zum Spätsommer zu wesentlichen Teilen verloren gehen. Wir können letztlich froh sein, dass die Fußball-EM auf 2021 verschoben ist, weil uns so die hoffentlich dann unbeschwerte Feierlaune im nächstjährigen Sommergeschäft hilft!


Über Veltins

Die Brauerei Veltins, Meschede-Grevenstein, bilanzierte 2019 einen Umsatz von 359 Millionen Euro bei einem Ausstoß von 3,05 Millionen Hektoliter. In rund 15.000 Gaststätten werden die Biere der Brauerei ausgeschenkt. Zum Sortenportfolio zählen Veltins Pilsener und Radler sowie das alkoholfreie Pilsener 0,0% und Radler 0,0%, Veltins Malz und Fassbrause. Hinzu kommt die Spezialitätenmarke Grevensteiner mit dem Landbier Grevensteiner Original, Natur-Radler und Naturtrübes Helles. Außerdem gehört die Biermix-Range V+ mit insgesamt sechs Sorten zum Produktangebot. Der Mehrweganteil liegt bei 94 Prozent.

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