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Deutsche Brauer fahren runter
Corona-Krise

Gastgewerbe schreibt Rekordverluste

Die Corona-Pandemie hatte im April 2020 noch stärkere Auswirkungen auf das Gastgewerbe in Deutschland als im März. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fiel der Gastgewerbeumsatz im April um rund 75 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum März 2020 ging der Umsatz im Gastgewerbe im April nach Kalender- und Saisonbereinigung real um gut 56 Prozent zurück.

Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erzielten im Vergleich zum April 2019 real fast 89 Prozent niedrigere Umsätze. In der Gastronomie sank der Umsatz gegenüber April 2019 real um fast 69 Prozent. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im April 2020 um 53,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Ursache waren laut dem Statistischen Bundesamt die seit dem 18. März geltenden Verbote von Übernachtungen touristischer Gäste in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben. Ab dem 22. März folgten dann die Schließungen der Gaststätten mit Ausnahme von Abhol- und Lieferservices. Alle Branchen des Gastgewerbes wiesen im April 2020 die größten Umsatzeinbußen seit Beginn der Zeitreihen im Jahr 1994 auf.

Die Not ist auch nach dem Neustart groß

(Aktualisierung vom 19. Juni, 15 Uhr) Der Shutdown habe das Gastgewerbe „in seine größte Krise der Nachkriegszeit gestürzt“, kommentiert Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga Bundesverband), die Zahlen. Und auch nach dem Neustart sei die Not groß. Laut einer aktuellen Dehoga-Umfrage rechnen die Betriebe im Juni mit einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von 61 Prozent. Zudem gebe es für Clubs und Discotheken nach wie vor keine Öffnungsperspektive und damit auch keine Aussicht auf Umsätze. Das Gleiche gelte für Eventcaterer. Die aufgelaufenen Umsatzverluste für die Gesamtbranche im März und April beziffert der Dehoga auf fast zehn Milliarden Euro.

„Die Situation in den Betrieben ist und bleibt dramatisch, die Verzweiflung wächst von Tag zu Tag“, so der Verbandschef. „Zigtausende Betriebe kämpfen um das wirtschaftliche Überleben und den Erhalt der Arbeitsplätze.“ Umso wichtiger sei jetzt die schnelle Gewährung der geplanten Überbrückungshilfen für das Gastgewerbe. Nach Zöllicks Ansicht sind die hier vorgesehenen Summen noch zu gering. Sie müssten noch erhöht und die Hilfen verlängert werden. 

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung sieht für die Überbrückungshilfen insgesamt ein Volumen von maximal 25 Milliarden Euro vor. Die Unterstützungen sollen von Juni bis August gewährt werden und sind insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen gedacht, wobei vor allem die besonders betroffenen Branchen wie Hotellerie und Gastronomie, Veranstaltungsmanagement und Touristik im Fokus stehen.

Wir haben diesen Artikel nach der Stellungnahme des Dehoga aktualisiert.

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Gastgewerbe schreibt Rekordverluste

Die Corona-Pandemie hatte im April 2020 noch stärkere Auswirkungen auf das Gastgewerbe in Deutschland als im März. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, fiel der Gastgewerbeumsatz im April um rund 75 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum März 2020 ging der Umsatz im Gastgewerbe im April nach Kalender- und Saisonbereinigung real um gut 56 Prozent zurück.

Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen erzielten im Vergleich zum April 2019 real fast 89 Prozent niedrigere Umsätze. In der Gastronomie sank der Umsatz gegenüber April 2019 real um fast 69 Prozent. Innerhalb der Gastronomie lag der reale Umsatz der Caterer im April 2020 um 53,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats.

Ursache waren laut dem Statistischen Bundesamt die seit dem 18. März geltenden Verbote von Übernachtungen touristischer Gäste in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben. Ab dem 22. März folgten dann die Schließungen der Gaststätten mit Ausnahme von Abhol- und Lieferservices. Alle Branchen des Gastgewerbes wiesen im April 2020 die größten Umsatzeinbußen seit Beginn der Zeitreihen im Jahr 1994 auf.

Die Not ist auch nach dem Neustart groß

(Aktualisierung vom 19. Juni, 15 Uhr) Der Shutdown habe das Gastgewerbe „in seine größte Krise der Nachkriegszeit gestürzt“, kommentiert Guido Zöllick, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga Bundesverband), die Zahlen. Und auch nach dem Neustart sei die Not groß. Laut einer aktuellen Dehoga-Umfrage rechnen die Betriebe im Juni mit einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von 61 Prozent. Zudem gebe es für Clubs und Discotheken nach wie vor keine Öffnungsperspektive und damit auch keine Aussicht auf Umsätze. Das Gleiche gelte für Eventcaterer. Die aufgelaufenen Umsatzverluste für die Gesamtbranche im März und April beziffert der Dehoga auf fast zehn Milliarden Euro.

„Die Situation in den Betrieben ist und bleibt dramatisch, die Verzweiflung wächst von Tag zu Tag“, so der Verbandschef. „Zigtausende Betriebe kämpfen um das wirtschaftliche Überleben und den Erhalt der Arbeitsplätze.“ Umso wichtiger sei jetzt die schnelle Gewährung der geplanten Überbrückungshilfen für das Gastgewerbe. Nach Zöllicks Ansicht sind die hier vorgesehenen Summen noch zu gering. Sie müssten noch erhöht und die Hilfen verlängert werden. 

Das Konjunkturpaket der Bundesregierung sieht für die Überbrückungshilfen insgesamt ein Volumen von maximal 25 Milliarden Euro vor. Die Unterstützungen sollen von Juni bis August gewährt werden und sind insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen gedacht, wobei vor allem die besonders betroffenen Branchen wie Hotellerie und Gastronomie, Veranstaltungsmanagement und Touristik im Fokus stehen.

Wir haben diesen Artikel nach der Stellungnahme des Dehoga aktualisiert.

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