Der Pro-Kopf-Verbrauch von Säften in Deutschland ist 2025 zurückgegangen. Nach Angaben des Verbands der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) sank der Konsum um 1,5 Liter auf 22,5 Liter. Maßgeblich dafür ist ein deutlicher Rückgang bei Fruchtsäften und Nektaren, deren Absatz um rund sechs Prozent nachgab. „Die insgesamt rückläufige Entwicklung beim Fruchtsaft ist vor allem auf gestiegene Preise zurückzuführen“, erklärt Klaus Heitlinger, Geschäftsführer des VdF.
Gegenläufig entwickelte sich der Markt für Gemüsesäfte. Hier stieg der Pro-Kopf-Verbrauch um etwa zehn Prozent, verbleibt mit 2,2 Litern jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau. Als Gründe nennt der Verband unter anderem ernährungsphysiologische Eigenschaften wie enthaltene Ballaststoffe sowie gesundheitliche Aspekte, etwa bei Rote-Bete-Saft.
Beim Orangensaft sieht der VdF eine leichte Entspannung. Die Preise hätten offenbar ihren Höhepunkt überschritten. Mit Blick auf den internationalen Handel bewertet der Verband das geplante Mercosur-Abkommen grundsätzlich positiv. Die vorgesehenen Zollsenkungen für Orangensaft sollen ab Mai 2026 über acht Jahre schrittweise umgesetzt werden und dürften die Preise nur gering beeinflussen. Brasilien spielt dabei eine zentrale Rolle: Das Land produziert rund die Hälfte der weltweit angebauten Orangen und steht für etwa 80 Prozent des globalen Orangensaft-Handels. Zudem gebe es Fortschritte bei der Bekämpfung der Zitruskrankheit Greening, die zuletzt zu geringeren Produktionsmengen geführt hatte.
Im Segment Apfelsaft profitierte die Branche 2025 von einer guten europäischen Ernte sowie einer ungewöhnlich hohen Streuobsternte. Für die laufende Saison seien jedoch noch keine verlässlichen Prognosen möglich, so der Verband. Gleichzeitig bleibt die Situation auf dem Frischmarkt angesichts einer zurückhaltenden Nachfrage unübersichtlich, heißt es.






















































































