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EU-Vorschlag gefährdet Existenzen 1
Einwegflaschen

EU-Vorschlag gefährdet Existenzen

Die Vorschläge zur EU-Regulierung von Verschlüssen bei Einweg-Getränkeverpackungen (wir berichteten) sind „völlig überzogen und unverhältnismäßig“. Das teilen die Branchenverbände VDM (Mineralwasser), VdF (Fruchtsaft) und wafg (alkoholfreie Getränke) in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Eine durch deren EU-Dachverbände bei PricewaterhouseCoopers (PwC) in Auftrag gegebene aktuelle Studie zeige sogar, dass die Auswirkungen „ökologisch und ökonomisch kontraproduktiv“ wären.

Geht es nach der EU-Kommission, müssen zukünftig die Kunststoff-Verschlüsse bei bestimmten Gebinden zwingend mit der Flasche so fest verbunden werden, dass sie von Verbrauchern nicht davon getrennt werden können. Die Vorschläge würden laut der PwC-Studie zu einem deutlich erhöhten Verbrauch an Plastik führen. Es wäre mit 50.000 bis 200.000 Tonnen zusätzlichen Kunststoffen in der EU zu rechnen. Dies bedeute einen Anstieg der CO2-Emissionen um weitere 58 bis 381 Millionen Kilogramm.

 

Kosten für kleinere Hersteller kaum zumutbar

Auch die bereits vermuteten ökonomischen Belastungen werden von der PwC-Studie konkretisiert: Die Umrüstung der Abfüllanlagen würde europaweit mindestens 2,7 Milliarden Euro (bzw. je nach Szenario bis zu 8,7 Milliarden Euro) kosten – je nachdem, welche technologische Lösung gefunden werden könnte.

Bei EU-weit schätzungsweise 1.350 betroffenen Abfüllanlagen belaufen sich die Umstellungskosten pro Anlage auf mindestens zwei Millionen Euro (bis hin zu über sechs Millionen Euro). In Deutschland wäre dies nach Einschätzung der Verbände insbesondere für die betroffenen kleinen und mittelständischen Hersteller eine enorme Belastung – bis hin zur möglichen Existenzgefährdung.

Die Erhebungen durch PwC würfen die Frage auf, warum die EU-Kommission weder die Umweltauswirkungen noch die volkswirtschaftlichen und unternehmensbezogenen Kosten berücksichtigt hat, monieren die Verbände, die zudem eine Anpassung an nationale Besonderheiten fordern: In Ländern mit funktionierenden Rücknahmesystemen (wie Deutschland) würden Getränkeverpackungen überwiegend zusammen mit den dazugehörigen Verschlüssen zurückgegeben und erreichten hohe Rücklaufquoten.

 

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Einwegflaschen

EU-Vorschlag gefährdet Existenzen

Die Vorschläge zur EU-Regulierung von Verschlüssen bei Einweg-Getränkeverpackungen (wir berichteten) sind „völlig überzogen und unverhältnismäßig“. Das teilen die Branchenverbände VDM (Mineralwasser), VdF (Fruchtsaft) und wafg (alkoholfreie Getränke) in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Eine durch deren EU-Dachverbände bei PricewaterhouseCoopers (PwC) in Auftrag gegebene aktuelle Studie zeige sogar, dass die Auswirkungen „ökologisch und ökonomisch kontraproduktiv“ wären.

Geht es nach der EU-Kommission, müssen zukünftig die Kunststoff-Verschlüsse bei bestimmten Gebinden zwingend mit der Flasche so fest verbunden werden, dass sie von Verbrauchern nicht davon getrennt werden können. Die Vorschläge würden laut der PwC-Studie zu einem deutlich erhöhten Verbrauch an Plastik führen. Es wäre mit 50.000 bis 200.000 Tonnen zusätzlichen Kunststoffen in der EU zu rechnen. Dies bedeute einen Anstieg der CO2-Emissionen um weitere 58 bis 381 Millionen Kilogramm.

 

Kosten für kleinere Hersteller kaum zumutbar

Auch die bereits vermuteten ökonomischen Belastungen werden von der PwC-Studie konkretisiert: Die Umrüstung der Abfüllanlagen würde europaweit mindestens 2,7 Milliarden Euro (bzw. je nach Szenario bis zu 8,7 Milliarden Euro) kosten – je nachdem, welche technologische Lösung gefunden werden könnte.

Bei EU-weit schätzungsweise 1.350 betroffenen Abfüllanlagen belaufen sich die Umstellungskosten pro Anlage auf mindestens zwei Millionen Euro (bis hin zu über sechs Millionen Euro). In Deutschland wäre dies nach Einschätzung der Verbände insbesondere für die betroffenen kleinen und mittelständischen Hersteller eine enorme Belastung – bis hin zur möglichen Existenzgefährdung.

Die Erhebungen durch PwC würfen die Frage auf, warum die EU-Kommission weder die Umweltauswirkungen noch die volkswirtschaftlichen und unternehmensbezogenen Kosten berücksichtigt hat, monieren die Verbände, die zudem eine Anpassung an nationale Besonderheiten fordern: In Ländern mit funktionierenden Rücknahmesystemen (wie Deutschland) würden Getränkeverpackungen überwiegend zusammen mit den dazugehörigen Verschlüssen zurückgegeben und erreichten hohe Rücklaufquoten.

 

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