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Ernährungsbildung statt Zuckersteuer
Zucker-Diskussion

Ernährungsbildung statt Zuckersteuer

Eine Zuckersteuer allein ersetzt nicht die Ernährungsbildung. Dieses Fazit zieht der Veranstalter des „1. Sweetcamps des Süßstoff-Verbands“, das Mitte November in Bonn stattfand. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Zucker- und Süßstoffindustrie den Problemen der Fehlernährung und Fehlinformation von Verbrauchern begegnen können und welche Unterstützung Konsumenten wirklich für eine gesunde Lebensführung benötigen.

Das Thema sei zu komplex, um es über eine Zuckersteuer zu lösen, sagte Dr. Burkhard Lawrenz, Beauftragter für Prävention beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. „Es gibt keine ungesunden Lebensmittel, es gibt nur den ungesunden Umgang damit“, brachte es Diplom-Oecotrophologin Gabriela Freitag-Ziegler auf den Punkt. Dieser resultiere einerseits aus einem Unwissen und einer Verunsicherung der Verbraucher, andererseits aber auch aus einer realen Diskrepanz zwischen Verbraucherwissen und Verbraucherverhalten.

Immer wieder zeige sich, dass Süße-reduzierte Lebensmittel letztlich beim Verbraucher keine Akzeptanz fänden, berichteten Hersteller aus der Lebensmittel- und der Getränkeindustrie. Häufig müssten sie mangels Nachfrage wieder vom Markt genommen werden.

Für den Süßstoff-Verband könne es bei einem wirkungsvollen Vorgehen gegen Übergewicht ohnehin nicht um eine generelle Reduzierung von Süße gehen, da die Kalorienreduktion in mit Süßstoff gesüßten Lebensmitteln nicht mit einem weniger süßen Geschmack einhergehe, teilt die Branchenvertretung mit. Trotz vieler positiver Studien sei die öffentliche Wahrnehmung eine andere. Deshalb werde man die direkte Verbraucherkommunikation im kommenden Jahr intensivieren. Im Mittelpunkt stünden „die gängigen Süßstoff-Mythen“, über die man leicht verständlich und zugleich wissenschaftlich fundiert aufklären will.

Neben der Verbraucherinformation und der Stärkung der Ernährungskompetenz sei es mindestens ebenso wichtig, die verantwortungsvolle Umsetzung des Ernährungswissens beim Verbraucher zu fördern und ihn dabei in seiner Lebensrealität abzuholen, so ein Resümee des Sweetcamps.

 

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Ernährungsbildung statt Zuckersteuer
Zucker-Diskussion

Ernährungsbildung statt Zuckersteuer

Eine Zuckersteuer allein ersetzt nicht die Ernährungsbildung. Dieses Fazit zieht der Veranstalter des „1. Sweetcamps des Süßstoff-Verbands“, das Mitte November in Bonn stattfand. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Zucker- und Süßstoffindustrie den Problemen der Fehlernährung und Fehlinformation von Verbrauchern begegnen können und welche Unterstützung Konsumenten wirklich für eine gesunde Lebensführung benötigen.

Das Thema sei zu komplex, um es über eine Zuckersteuer zu lösen, sagte Dr. Burkhard Lawrenz, Beauftragter für Prävention beim Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte. „Es gibt keine ungesunden Lebensmittel, es gibt nur den ungesunden Umgang damit“, brachte es Diplom-Oecotrophologin Gabriela Freitag-Ziegler auf den Punkt. Dieser resultiere einerseits aus einem Unwissen und einer Verunsicherung der Verbraucher, andererseits aber auch aus einer realen Diskrepanz zwischen Verbraucherwissen und Verbraucherverhalten.

Immer wieder zeige sich, dass Süße-reduzierte Lebensmittel letztlich beim Verbraucher keine Akzeptanz fänden, berichteten Hersteller aus der Lebensmittel- und der Getränkeindustrie. Häufig müssten sie mangels Nachfrage wieder vom Markt genommen werden.

Für den Süßstoff-Verband könne es bei einem wirkungsvollen Vorgehen gegen Übergewicht ohnehin nicht um eine generelle Reduzierung von Süße gehen, da die Kalorienreduktion in mit Süßstoff gesüßten Lebensmitteln nicht mit einem weniger süßen Geschmack einhergehe, teilt die Branchenvertretung mit. Trotz vieler positiver Studien sei die öffentliche Wahrnehmung eine andere. Deshalb werde man die direkte Verbraucherkommunikation im kommenden Jahr intensivieren. Im Mittelpunkt stünden „die gängigen Süßstoff-Mythen“, über die man leicht verständlich und zugleich wissenschaftlich fundiert aufklären will.

Neben der Verbraucherinformation und der Stärkung der Ernährungskompetenz sei es mindestens ebenso wichtig, die verantwortungsvolle Umsetzung des Ernährungswissens beim Verbraucher zu fördern und ihn dabei in seiner Lebensrealität abzuholen, so ein Resümee des Sweetcamps.

 

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