Die Einbecker Brauhaus AG hat im ersten Halbjahr 2026 weniger Bier verkauft und umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Gesamtabsatz sank um 4,6 Prozent, die Umsatzerlöse gingen um 5,4 Prozent auf 16,564 Millionen Euro zurück. Der Rückgang fiel stärker aus als im deutschen Biermarkt, der im gleichen Zeitraum 2,2 Prozent verlor. Bei den Eigenmarken verzeichnete Einbecker ein Minus von rund 3 Prozent.
Trotzdem übertraf Einbecker die internen Planungen für 2026. Die Umsatzerlöse lagen 2,7 Prozent über den Erwartungen. Gleichzeitig reduzierte sich der Materialaufwand überproportional. Zusammen mit den seit dem vierten Quartal 2025 umgesetzten Kostensenkungen verbesserte sich das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Konkrete Ergebniszahlen nennt das Unternehmen jedoch nicht.
Einbecker senkte die Verbindlichkeiten um 961.000 Euro auf 6,608 Millionen Euro. Der Liquiditätsrahmen war im Berichtszeitraum jederzeit ausreichend. Vorstand Marc Kerger betonte die schwierige Ausgangslage: „Nach der existenzbedrohenden Situation im vergangenen Jahr ist es uns gelungen, das Unternehmen zunächst zu stabilisieren. “ Dies sei jedoch nur ein Etappenziel.
Mit Beginn der zweiten Amtszeit Kergers im Oktober 2026 will Einbecker den Umbau fortsetzen. Das Unternehmen plant, das Portfolio weiter zu bereinigen, zusätzliche Kosten zu senken und die Organisation anzupassen. Dabei sollen Größe, Kompetenzen, Strukturen und Verantwortlichkeiten überprüft werden.
Für das zweite Halbjahr rechnet Einbecker weiterhin mit einem schwierigen Marktumfeld. Das Unternehmen nennt als Belastungen den Wettbewerbs- und Preisdruck im Biermarkt, volatile Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik sowie Veränderungen im Konsumverhalten. Für das Gesamtjahr erwartet die Brauerei ein ausgeglichenes bis leicht positives Ergebnis im unteren sechsstelligen Bereich.

























































































