(aktualisiert) Beckers Bester steht erneut unter neuer Leitung: Zu Monatsbeginn hat Wolf-Peter Korth (69) die Geschäftsführung des niedersächsischen Fruchtsaftherstellers übernommen. Korth gehört der Eigentümerfamilie an und löst Lothar Welker ab, der nach nur einem Jahr in der Position zum 26. November von der Gesellschafterversammlung abberufen wurde.
Wie das Unternehmen mitteilt, sei Welkers Einsatz von Anfang an als „vorübergehend“ geplant gewesen; mit seiner externen Expertise habe man organisatorische Veränderungen insbesondere in der Produktion voranbringen wollen, heißt es. Angesichts der „zuletzt aufgetretenen Differenzen in kaufmännischen Belangen“ sehe er nun den richtigen Zeitpunkt, die Gestaltung der nächsten Schritte selbst in die Hand zu nehmen, erklärt Korth.
Dieser Darstellung widerspricht Lothar Welker gegenüber Getränke News ausdrücklich: Er sei zwar tatsächlich von der Gesellschafterversammlung am 26. November mit sofortiger Wirkung abberufen und gekündigt worden, habe aber bereits am 25. November aus persönlichen Gründen seinen Anstellungsvertrag fristgerecht selbst gekündigt. Zugleich habe er sein Amt als (Allein-)Geschäftsführer „mit Wirkung der Eintragung im Handelsregister“ niedergelegt und den entsprechenden Eintrag im Handelsregister unmittelbar im Anschluss notariell veranlasst.
Wolf-Peter Korth indessen betont, die Idee, selbst an die Spitze zu treten, schon länger gehabt zu haben. „Wir haben als regionales Unternehmen auch in der aktuellen konjunkturellen Phase noch viele Herausforderungen vor uns, die wir jetzt weiterhin proaktiv angehen.“ Der Fortbestand des seit 1932 bestehenden Familienunternehmens sei damit auch weiterhin gesichert.
Mit Lothar Welker verlässt innerhalb von zwei Jahren der fünfte Geschäftsführer den Safthersteller. Seit sich Anfang 2023 der langjährige geschäftsführende Gesellschafter Sebastian Koeppel aus dem Unternehmen zurückzog, gab es an der Spitze mehrere Veränderungen (wir berichteten zuletzt hier). Welker gibt für seine Kündigung „persönliche Gründe“ an. Künftig werde er sich wieder seinem eigenen Beratungsunternehmen Welker Business Improvement widmen.
Aktualisierung: Wir haben diese Meldung aufgrund eines Gesprächs mit Lothar Welker am 4. Dezember um dessen Sichtweise ergänzt.


























































































