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Druck auf Mineralbrunnen steigt
Neues Wassergesetz

Druck auf Mineralbrunnen steigt

Der Druck auf die Mineralbrunnen steigt: Nordrhein-Westfalen verabschiedet – voraussichtlich noch diesen Monat – ein neues Landeswassergesetz. Damit reagiert der Gesetzgeber auf die angesichts des Klimawandels zunehmende Wasserknappheit. Unter anderem wird in der Novelle festgeschrieben, dass die öffentliche Wasserversorgung grundsätzlich Vorrang vor privatwirtschaftlichen Interessen hat.

Für die Mineralbrunnen bedeutet das, dass man ihnen in Zeiten der Trockenheit den Zugriff auf ihre Quellen untersagen kann. Wo es bislang üblich war, den Unternehmen eine 30-jährige Nutzungszeit zu gewähren, werden heute bereits oftmals nur noch Erlaubnisse erteilt, die jederzeit widerrufen werden können. Für die Hersteller eine Katastrophe, da ihnen die neue Vorschrift jede Planungs- und Investitionssicherheit nimmt.

Neue Regeln bald für ganz Deutschland?

Eine große Sorge der Branche ist dabei auch, dass Wasserversorger künftig in tiefere Bodenschichten vordringen dürfen, die bisher den Mineralbrunnen vorbehalten waren, und so Verunreinigungen eintragen könnten. Dabei wird das Problem in Zeiten zunehmender Wasserknappheit nicht auf NRW begrenzt bleiben; vielmehr erwarten Experten, dass ähnliche Regelungen auch in die „Nationale Wasserstrategie“ eingehen, die voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll.

 

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Als unzulässigen Eingriff in ihre Geschäfte haben die Brunnen allerdings bereits die Kampagne „Trinkwasser ist Klimaschutz“ und den von Bundesumweltministerin Svenja Schulze Ende 2018 vorgelegten „5-Punkte-Plan für weniger Plastik“ kritisiert. Mit dem Satz „Wasserflaschen für den heimischen Verzehr zu kaufen ist in Deutschland in der Regel unnötig“ brachte sie eine ganze Branche gegen sich auf.

Angstgegner Wassersprudler

Seite an Seite mit den Umweltschützern marschiert inzwischen Sodastream, der in seiner Werbung besonders den ökologischen Vorteil seiner Sprudlergeräte herausstellt. Dass hierzu noch nicht einmal eine Ökobilanz vorliegt, scheint niemanden zu stören. Dabei dürfte deren CO2-Fußabdruck in Zukunft umso größer werden, je mehr Sirupe zum Selbersprudeln von Limonaden auf den Markt kommen. Ihre Plastikflaschen sind nämlich, anders als die bepfandeten Mineralwasserflaschen, ein Fall für den gelben Sack.

Für die Brunnen wird es in diesen Zeiten immer schwerer, ihre Vorteile – die natürliche Reinheit und den gesundheitlichen Nutzen ihrer Produkte – voll auszuspielen. Der Ton zwischen ihrer Lobby und den Vertretern der Wasserversorger ist so rau wie nie zuvor. Welche Probleme auf die Branche zukommen und wie sie sich künftig aufstellen könnte, ist Thema des aktuellen Podcasts von Getränke News. Darin nehmen die Redakteure Dirk Omlor und Barbara Rademacher das Thema von allen Seiten unter die Lupe.

Hier geht’s zum Podcast.

 

 

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Druck auf Mineralbrunnen steigt

Der Druck auf die Mineralbrunnen steigt: Nordrhein-Westfalen verabschiedet – voraussichtlich noch diesen Monat – ein neues Landeswassergesetz. Damit reagiert der Gesetzgeber auf die angesichts des Klimawandels zunehmende Wasserknappheit. Unter anderem wird in der Novelle festgeschrieben, dass die öffentliche Wasserversorgung grundsätzlich Vorrang vor privatwirtschaftlichen Interessen hat.

Für die Mineralbrunnen bedeutet das, dass man ihnen in Zeiten der Trockenheit den Zugriff auf ihre Quellen untersagen kann. Wo es bislang üblich war, den Unternehmen eine 30-jährige Nutzungszeit zu gewähren, werden heute bereits oftmals nur noch Erlaubnisse erteilt, die jederzeit widerrufen werden können. Für die Hersteller eine Katastrophe, da ihnen die neue Vorschrift jede Planungs- und Investitionssicherheit nimmt.

Neue Regeln bald für ganz Deutschland?

Eine große Sorge der Branche ist dabei auch, dass Wasserversorger künftig in tiefere Bodenschichten vordringen dürfen, die bisher den Mineralbrunnen vorbehalten waren, und so Verunreinigungen eintragen könnten. Dabei wird das Problem in Zeiten zunehmender Wasserknappheit nicht auf NRW begrenzt bleiben; vielmehr erwarten Experten, dass ähnliche Regelungen auch in die „Nationale Wasserstrategie“ eingehen, die voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll.

 

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Als unzulässigen Eingriff in ihre Geschäfte haben die Brunnen allerdings bereits die Kampagne „Trinkwasser ist Klimaschutz“ und den von Bundesumweltministerin Svenja Schulze Ende 2018 vorgelegten „5-Punkte-Plan für weniger Plastik“ kritisiert. Mit dem Satz „Wasserflaschen für den heimischen Verzehr zu kaufen ist in Deutschland in der Regel unnötig“ brachte sie eine ganze Branche gegen sich auf.

Angstgegner Wassersprudler

Seite an Seite mit den Umweltschützern marschiert inzwischen Sodastream, der in seiner Werbung besonders den ökologischen Vorteil seiner Sprudlergeräte herausstellt. Dass hierzu noch nicht einmal eine Ökobilanz vorliegt, scheint niemanden zu stören. Dabei dürfte deren CO2-Fußabdruck in Zukunft umso größer werden, je mehr Sirupe zum Selbersprudeln von Limonaden auf den Markt kommen. Ihre Plastikflaschen sind nämlich, anders als die bepfandeten Mineralwasserflaschen, ein Fall für den gelben Sack.

Für die Brunnen wird es in diesen Zeiten immer schwerer, ihre Vorteile – die natürliche Reinheit und den gesundheitlichen Nutzen ihrer Produkte – voll auszuspielen. Der Ton zwischen ihrer Lobby und den Vertretern der Wasserversorger ist so rau wie nie zuvor. Welche Probleme auf die Branche zukommen und wie sie sich künftig aufstellen könnte, ist Thema des aktuellen Podcasts von Getränke News. Darin nehmen die Redakteure Dirk Omlor und Barbara Rademacher das Thema von allen Seiten unter die Lupe.

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