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Dose ist ökologisch "ein Desaster"
Pro Mehrweg

Dose ist ökologisch „ein Desaster“

Die wachsende Zahl an Dosen unter den Getränkegebinden ist Mehrweg-Befürwortern ein Dorn im Auge. Insbesondere im Biermarkt nehme ihr Anteil stetig zu und liege mittlerweile bei fast 10 Prozent, beklagt der Verein Pro Mehrweg die aktuelle „besorgniserregende“ Lage. Für die Verschiebung sei vor allem der Hard Discount verantwortlich, der in diesem Segment 2020 mit 14 Prozent erneut zweistellig zugelegt habe.

Insbesondere um den „Vatertag“ 2021 herum sei die Dose preislich veraktioniert worden wie schon seit Monaten nicht mehr. Darüber hat auch Getränke News in der Woche vor Christi Himmelfahrt berichtet. Mit 34 Cent für eine 0,5-Liter-Dose wurde laut Pro Mehrweg der bislang niedrigste Preis registriert. Inzwischen geht dem Verein zufolge jede dritte in Deutschland verkaufte Dose über die Ladentheken der Hard Discounter.

Verpackungsquoten
Tabelle: Pro Mehrweg

Aber auch in anderen Segmenten wird laut der Organisation die Dose forciert. Insbesondere bei Energy-Drinks, Cola und Cola-Mixes sowie in der neuen Kategorie Hard Seltzer werde das Gebinde „preislich und werblich in den Vordergrund gestellt“. Ökologisch sei das „ein Desaster“, ärgert sich Günther Guder, geschäftsführender Vorstand von Pro Mehrweg. Die Dose zähle zu den umweltschädlichsten Getränkeverpackungen auf dem Markt und verursache mehr als doppelt so hohe CO2-Emissionen wie eine Mehrweg-Glasflasche.

Besonders gravierend stellt sich die Lage weiterhin auch beim Mineralwasser dar. Zwar stiegen hier die Mehrweganteile leicht, nach wie vor würden aber rund zwei Drittel in PET-Einweg-Verpackungen abgegeben. Mit seiner Kritik erneuert Guder seine Forderung nach der Einführung einer Lenkungsabgabe von 20 Cent zusätzlich zum Einwegpfand.

Unter den gegebenen Rahmenbedingungen könne die gesetzlich vorgegebene Zielquote von 70 Prozent nicht erreicht werden. Wenn es der aktuellen Bundesregierung nicht gelinge zu handeln, sei es die Aufgabe einer neuen Bundesregierung, „zügig die Weichen zu Steigerung der Mehrwegquote zu stellen“, fordert Guder abschließend.

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Dose ist ökologisch "ein Desaster"
Pro Mehrweg

Dose ist ökologisch „ein Desaster“

Die wachsende Zahl an Dosen unter den Getränkegebinden ist Mehrweg-Befürwortern ein Dorn im Auge. Insbesondere im Biermarkt nehme ihr Anteil stetig zu und liege mittlerweile bei fast 10 Prozent, beklagt der Verein Pro Mehrweg die aktuelle „besorgniserregende“ Lage. Für die Verschiebung sei vor allem der Hard Discount verantwortlich, der in diesem Segment 2020 mit 14 Prozent erneut zweistellig zugelegt habe.

Insbesondere um den „Vatertag“ 2021 herum sei die Dose preislich veraktioniert worden wie schon seit Monaten nicht mehr. Darüber hat auch Getränke News in der Woche vor Christi Himmelfahrt berichtet. Mit 34 Cent für eine 0,5-Liter-Dose wurde laut Pro Mehrweg der bislang niedrigste Preis registriert. Inzwischen geht dem Verein zufolge jede dritte in Deutschland verkaufte Dose über die Ladentheken der Hard Discounter.

Verpackungsquoten
Tabelle: Pro Mehrweg

Aber auch in anderen Segmenten wird laut der Organisation die Dose forciert. Insbesondere bei Energy-Drinks, Cola und Cola-Mixes sowie in der neuen Kategorie Hard Seltzer werde das Gebinde „preislich und werblich in den Vordergrund gestellt“. Ökologisch sei das „ein Desaster“, ärgert sich Günther Guder, geschäftsführender Vorstand von Pro Mehrweg. Die Dose zähle zu den umweltschädlichsten Getränkeverpackungen auf dem Markt und verursache mehr als doppelt so hohe CO2-Emissionen wie eine Mehrweg-Glasflasche.

Besonders gravierend stellt sich die Lage weiterhin auch beim Mineralwasser dar. Zwar stiegen hier die Mehrweganteile leicht, nach wie vor würden aber rund zwei Drittel in PET-Einweg-Verpackungen abgegeben. Mit seiner Kritik erneuert Guder seine Forderung nach der Einführung einer Lenkungsabgabe von 20 Cent zusätzlich zum Einwegpfand.

Unter den gegebenen Rahmenbedingungen könne die gesetzlich vorgegebene Zielquote von 70 Prozent nicht erreicht werden. Wenn es der aktuellen Bundesregierung nicht gelinge zu handeln, sei es die Aufgabe einer neuen Bundesregierung, „zügig die Weichen zu Steigerung der Mehrwegquote zu stellen“, fordert Guder abschließend.

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