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Dehoga fordert Rettungspaket
Gastronomie

„Die Branche liegt am Boden“

Ein Rettungsfonds für die Gastronomie, eine im Gesetz verankerte Pachtminderung und eine konkrete Öffnungsperspektive gehören auf die Agenda des für den morgigen Donnerstag geplanten Bund-Länder-Treffens. Das fordert der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) im Vorfeld der Beratungen.

Um die Corona-Krise zu überstehen, bleibe die Bildung eines Rettungsfonds mit direkten Finanzhilfen für alle Betriebe des Gastgewerbes die wichtigste Forderung der Branche. „Die Branche liegt am Boden. Eine Pleitewelle nie gekannten Ausmaßes droht“, unterstreicht Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Die bisherigen Liquiditätshilfen und Kredite von Bund und Ländern reichten nicht aus. „Die Betriebe brauchen jetzt schnell und ausreichend Geld, um am Leben zu bleiben, sowie dringend eine Öffnungsperspektive.“

Der Rettungsfonds müsse „schnell, unbürokratisch und gerecht“ sein. Alle Unternehmen müssten davon profitieren, kleine wie große. „Die Zeit drängt“, so Zöllick und verweist auf eine Dehoga-Umfrage. Danach meldet jeder dritte Betrieb, dass seine Liquidität weniger als 20 Tage ausreicht. Ohne staatliche Hilfen stünden mehr als 70.000 gastgewerbliche Betriebe vor dem Ruin. Die große Relevanz des Gastgewerbes zeige sich auch in den erheblichen Umsatzausfällen, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Brauereien, Ausstatter, Einrichter, die landwirtschaftlichen Betriebe, der Großhandel und das Handwerk zu beklagen hätten.

Immobilienwirtschaft muss Verantwortung übernehmen

Dringenden Handlungsbedarf sieht der Verband auch bei den Pachten. Wenn Räume zum Betrieb eines Restaurants vermietet oder verpachtet worden seien, die Nutzung aber nicht möglich sei, könne das Betriebsrisiko nicht in voller Höher allein vom Mieter oder Pächter getragen werden, unterstreicht Zöllick.

Es dürfe nicht sein, „dass Investmentfonds jahrelang hohe Renditen insbesondere mit Hotels als Pächtern erzielt haben und unsere Betriebe nun im Regen stehen lassen.“ In der größten Krise nach dem Zweiten Weltkrieg müsse auch die Immobilienwirtschaft ihrer Verantwortung gerecht werden. Dazu solle ein Anspruch auf Anpassung der Miet- oder Pachthöhe im Gesetz verankert werden, fordert der Dehoga.

Daneben erwartet der Verband zum morgigen Gespräch einen konkreten Zeitplan, wie der Neustart des Gastgewerbes gelingen könne. Dringend notwendig seien Konzepte für ein verantwortungsvolles Wiederhochfahren der Gastronomie mit nachvollziehbaren, verständlichen und vor allem bundesweit einheitlichen Regeln zum Gäste- und Arbeitsschutz.

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„Die Branche liegt am Boden“

Ein Rettungsfonds für die Gastronomie, eine im Gesetz verankerte Pachtminderung und eine konkrete Öffnungsperspektive gehören auf die Agenda des für den morgigen Donnerstag geplanten Bund-Länder-Treffens. Das fordert der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga Bundesverband) im Vorfeld der Beratungen.

Um die Corona-Krise zu überstehen, bleibe die Bildung eines Rettungsfonds mit direkten Finanzhilfen für alle Betriebe des Gastgewerbes die wichtigste Forderung der Branche. „Die Branche liegt am Boden. Eine Pleitewelle nie gekannten Ausmaßes droht“, unterstreicht Dehoga-Präsident Guido Zöllick. Die bisherigen Liquiditätshilfen und Kredite von Bund und Ländern reichten nicht aus. „Die Betriebe brauchen jetzt schnell und ausreichend Geld, um am Leben zu bleiben, sowie dringend eine Öffnungsperspektive.“

Der Rettungsfonds müsse „schnell, unbürokratisch und gerecht“ sein. Alle Unternehmen müssten davon profitieren, kleine wie große. „Die Zeit drängt“, so Zöllick und verweist auf eine Dehoga-Umfrage. Danach meldet jeder dritte Betrieb, dass seine Liquidität weniger als 20 Tage ausreicht. Ohne staatliche Hilfen stünden mehr als 70.000 gastgewerbliche Betriebe vor dem Ruin. Die große Relevanz des Gastgewerbes zeige sich auch in den erheblichen Umsatzausfällen, die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Brauereien, Ausstatter, Einrichter, die landwirtschaftlichen Betriebe, der Großhandel und das Handwerk zu beklagen hätten.

Immobilienwirtschaft muss Verantwortung übernehmen

Dringenden Handlungsbedarf sieht der Verband auch bei den Pachten. Wenn Räume zum Betrieb eines Restaurants vermietet oder verpachtet worden seien, die Nutzung aber nicht möglich sei, könne das Betriebsrisiko nicht in voller Höher allein vom Mieter oder Pächter getragen werden, unterstreicht Zöllick.

Es dürfe nicht sein, „dass Investmentfonds jahrelang hohe Renditen insbesondere mit Hotels als Pächtern erzielt haben und unsere Betriebe nun im Regen stehen lassen.“ In der größten Krise nach dem Zweiten Weltkrieg müsse auch die Immobilienwirtschaft ihrer Verantwortung gerecht werden. Dazu solle ein Anspruch auf Anpassung der Miet- oder Pachthöhe im Gesetz verankert werden, fordert der Dehoga.

Daneben erwartet der Verband zum morgigen Gespräch einen konkreten Zeitplan, wie der Neustart des Gastgewerbes gelingen könne. Dringend notwendig seien Konzepte für ein verantwortungsvolles Wiederhochfahren der Gastronomie mit nachvollziehbaren, verständlichen und vor allem bundesweit einheitlichen Regeln zum Gäste- und Arbeitsschutz.

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