Der Bierabsatz der deutschen Brauereien hat sich im Februar deutlich besser entwickelt als noch im Januar – zufrieden kann die Branche mit dem Ergebnis dennoch nicht sein, denn insbesondere der Inlandsabsatz ging auch im zweiten Monat des Jahres zurück – und die Prognosen für das kommende Frühjahr sehen angesichts des Iran-Kriegs düster aus.
Wie der Deutsche Brauer-Bund (DBB) unter Verweis auf Daten des Statistischen Bundesamts meldet, gingen die verkauften Mengen im Februar insgesamt um 2,5 Prozent auf rund 5,23 Millionen Hektoliter zurück. Während sich dabei der Inlandsabsatz um 6,9 Prozent auf 4,1 Millionen Hektoliter reduzierte, konnte die Branche im Exportgeschäft deutliche Zuwächse von 17,6 Prozent verbuchen. Die Ausfuhren in Drittländer stiegen um 12,8 Prozent auf 495.437 Hektoliter, noch stärker legten die Lieferung in EU-Länder mit einem Plus von 21,8 Prozent auf 622.421 Hektoliter zu.
Ein schwaches Bild geben indessen die Biermischgetränke ab, die im Februar 15,8 Prozent verloren und bei aktuell nur noch 220.316 Hektolitern liegen.
Sorge vor schlechter Konsumstimmung wächst
„Es scheint, als ob externe Märkte trotz der aktuellen globalen Verwerfungen langsam wieder konsolidieren, während der Absatz in Deutschland nunmehr seit mehr als eineinhalb Jahren nicht aus der Abwärtsspirale kommt“, kommentiert der Brauer-Bund die Entwicklung.
Auch die Aussichten auf das kommende Frühjahr stuft der DBB als „trübe“ ein: Der Iran-Krieg (siehe auch unser Thema der Woche) und die Sorge vor steigenden Energiepreisen würden die Stimmung der Verbraucher merklich drücken, heißt es aus Berlin. Während die Kauflaune laut GfK-Marktforschung noch relativ stabil sei, trübten sich vor allem die Erwartungen der Verbraucher an ihr künftiges Einkommen und die Konjunktur spürbar ein.
Recht unterschiedlich entwickelten sich im Februar die Absätze der in den verschiedenen Regionen ansässigen Brauereien: Während das größte Bierland Bayern ein ordentliches Plus von 3,2 Prozent verzeichnete, ging der Absatz im zweitgrößten Lieferland Nordrhein-Westfalen um 2,4 Prozent zurück. Eine steigende Mengenentwicklung zeigten Thüringen mit +12,2 Prozent, Sachsen mit +4,9 Prozent und Baden-Württemberg mit +3,9 Prozent.
Die Unternehmen aus allen übrigen Bundesländern mussten Rückgänge hinnehmen: Sachsen-Anhalt verzeichnete ein Minus von 2,7 Prozent, die Region Rheinland-Pfalz/Saarland verlor 3,7 Prozent, Berlin/Brandenburg 4,6 Prozent und Schleswig-Holstein/Hamburg 6,9 Prozent. Zweistellig ging der Absatz der Brauereien aus Mecklenburg-Vorpommern (-12,9 %), Niedersachsen/Bremen (-20,3 %) und Hessen (-42,1 %) zurück.
In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind neben den in Deutschland produzierten Bieren auch aus der Europäischen Union importierte Biere enthalten. Hingegen gehen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht in die Statistik ein.






















































































