Bitburger Fassbrause
Anzeige
Alle Nachrichten auf Getränke News durchsuchen
60 Prozent bangen um Existenz
Corona-Krise

Dehoga fordert dauerhafte Öffnung

Nach insgesamt neun Monaten Lockdown erholt sich das Gastgewerbe nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie. Denn auch wenn Hotels und Restaurants in Ferienregionen von einer guten Nachfrage berichten und hier die Zuversicht wächst, beklagen die Stadt- und Tagungshotels, die Event-Caterer sowie Clubs und Diskotheken weiterhin erhebliche Umsatzausfälle. Für Juli meldeten die Betriebe insgesamt elf Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum Juli 2019. 37,2 Prozent der Betriebe bangen mit Blick auf die fehlenden Umsätze weiterhin um ihre Existenz. 23,6 Prozent der befragten Hotels und Restaurants sehen sich sogar konkret vor einer Betriebsaufgabe.

Impfungen als sicherster Weg aus der Pandemie

Das geht aus einer aktuellen Branchenumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) hervor. Auf der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz müssten deshalb die Grundlagen für eine dauerhafte Öffnung aller Betriebe geschaffen werden. „Im 18. Corona-Monat liegen nicht nur vielfältige und wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse vor, sondern stehen mit Impfungen und Testungen auch wirkungsvolle Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung“, sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Er fordert vor allem konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote als sichersten Weg aus der Pandemie. Es komme jetzt darauf an, niedrigschwellige Impfangebote zu unterbreiten. Hierzu könnten auch gastronomische Betriebe einen Beitrag leisten. Zudem bekräftigt Zöllick die Forderung des Verbands, die Kriterien für die Bewertung der Infektionslage anzupassen. Neben dem Inzidenzwert müssten insbesondere die Impfquote und die Hospitalisierungsrate berücksichtigt werden.

3G-Regel nicht verhältnismäßig

Skeptisch begegnet der Dehoga auch den Plänen, ab September die „3G-Regel“ für die Innengastronomie und Hotelübernachtungen unabhängig vom Inzidenzwert wieder einzuführen. Diese Maßnahme müsse rechtlich dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen, unterstreicht Zöllick. Dies gelte erst recht für die ebenfalls diskutierte „2G-Regel“, wonach der Zugang zu den Betrieben nur Geimpften und Genesenen ermöglicht werde. Sollte die 3G-Regel dennoch kommen, müssten nach Zöllicks Einschätzung im Gegenzug dafür sämtliche Kontaktbegrenzungen und Abstandsgebote aufgehoben werden.

Auch wenn knapp 60 Prozent der Befragten dem Verband zufolge die geplanten Verschärfungen als „schlecht“ bewerten, finden 64 Prozent der Betriebe es „gut“, dass es grundsätzlich mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene geben sollte. 72,3 Prozent würden ihren Betrieb weiter geöffnet halten, auch wenn der Zugang dann nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt wäre.

Staatliche Hilfen müssen fortgesetzt werden

Das Gastgewerbe werde noch lange mit den Krisenfolgen zu ringen haben und damit auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, betont Guido Zöllick – und erwartet auch dazu einen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz. Die Verlängerung der Überbrückungshilfe wie auch des Kurzarbeitergeldes bis mindestens Jahresende seien dringend geboten. „Die Stadt- und Tagungshotels, Event-Caterer, Clubs und Discotheken werden auch im Herbst und Winter noch hohe Umsatzverluste von mehr als 30 Prozent zu verzeichnen haben. Es wäre fatal, diese Betriebe jetzt im Stich zu lassen“, so der Dehoga-Präsident abschließend.

An der Umfrage beteiligten sich dem Dehoga zufolge vom 3. bis 8. August fast 5.500 Betriebe aus ganz Deutschland.

Kostenloser wöchentlicher Newsletter
Kostenloser wöchentlicher Newsletter
60 Prozent bangen um Existenz
Corona-Krise

Dehoga fordert dauerhafte Öffnung

Nach insgesamt neun Monaten Lockdown erholt sich das Gastgewerbe nur langsam von den Folgen der Corona-Pandemie. Denn auch wenn Hotels und Restaurants in Ferienregionen von einer guten Nachfrage berichten und hier die Zuversicht wächst, beklagen die Stadt- und Tagungshotels, die Event-Caterer sowie Clubs und Diskotheken weiterhin erhebliche Umsatzausfälle. Für Juli meldeten die Betriebe insgesamt elf Prozent Umsatzrückgang im Vergleich zum Juli 2019. 37,2 Prozent der Betriebe bangen mit Blick auf die fehlenden Umsätze weiterhin um ihre Existenz. 23,6 Prozent der befragten Hotels und Restaurants sehen sich sogar konkret vor einer Betriebsaufgabe.

Impfungen als sicherster Weg aus der Pandemie

Das geht aus einer aktuellen Branchenumfrage des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) hervor. Auf der morgigen Ministerpräsidentenkonferenz müssten deshalb die Grundlagen für eine dauerhafte Öffnung aller Betriebe geschaffen werden. „Im 18. Corona-Monat liegen nicht nur vielfältige und wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse vor, sondern stehen mit Impfungen und Testungen auch wirkungsvolle Instrumente zur Bekämpfung der Pandemie zur Verfügung“, sagt Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Er fordert vor allem konkrete Maßnahmen zur Erhöhung der Impfquote als sichersten Weg aus der Pandemie. Es komme jetzt darauf an, niedrigschwellige Impfangebote zu unterbreiten. Hierzu könnten auch gastronomische Betriebe einen Beitrag leisten. Zudem bekräftigt Zöllick die Forderung des Verbands, die Kriterien für die Bewertung der Infektionslage anzupassen. Neben dem Inzidenzwert müssten insbesondere die Impfquote und die Hospitalisierungsrate berücksichtigt werden.

3G-Regel nicht verhältnismäßig

Skeptisch begegnet der Dehoga auch den Plänen, ab September die „3G-Regel“ für die Innengastronomie und Hotelübernachtungen unabhängig vom Inzidenzwert wieder einzuführen. Diese Maßnahme müsse rechtlich dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen, unterstreicht Zöllick. Dies gelte erst recht für die ebenfalls diskutierte „2G-Regel“, wonach der Zugang zu den Betrieben nur Geimpften und Genesenen ermöglicht werde. Sollte die 3G-Regel dennoch kommen, müssten nach Zöllicks Einschätzung im Gegenzug dafür sämtliche Kontaktbegrenzungen und Abstandsgebote aufgehoben werden.

Auch wenn knapp 60 Prozent der Befragten dem Verband zufolge die geplanten Verschärfungen als „schlecht“ bewerten, finden 64 Prozent der Betriebe es „gut“, dass es grundsätzlich mehr Freiheiten für Geimpfte und Genesene geben sollte. 72,3 Prozent würden ihren Betrieb weiter geöffnet halten, auch wenn der Zugang dann nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt wäre.

Staatliche Hilfen müssen fortgesetzt werden

Das Gastgewerbe werde noch lange mit den Krisenfolgen zu ringen haben und damit auf staatliche Unterstützung angewiesen sein, betont Guido Zöllick – und erwartet auch dazu einen Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz. Die Verlängerung der Überbrückungshilfe wie auch des Kurzarbeitergeldes bis mindestens Jahresende seien dringend geboten. „Die Stadt- und Tagungshotels, Event-Caterer, Clubs und Discotheken werden auch im Herbst und Winter noch hohe Umsatzverluste von mehr als 30 Prozent zu verzeichnen haben. Es wäre fatal, diese Betriebe jetzt im Stich zu lassen“, so der Dehoga-Präsident abschließend.

An der Umfrage beteiligten sich dem Dehoga zufolge vom 3. bis 8. August fast 5.500 Betriebe aus ganz Deutschland.

Kostenloser wöchentlicher Newsletter
Kostenloser wöchentlicher Newsletter
Anzeige

Serie


© Getränke News 2018 - 2022