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Craftbier verliert weiter
Biermarkt

Craftbier verliert weiter

Die Craftbier-Absätze im deutschen Handel gehen weiter zurück. Wie aus einer Getränke News vorliegenden internen Unternehmenspräsentation hervorgeht, sanken die Absätze laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen von Juli 2018 bis Juni 2019 um 5 Prozent. Die Craftbrauer erzielten im deutschen Lebensmittelhandel und in Getränkeabholmärkten einen Absatz von rund 74.000 Hektolitern (0,13 Prozent Marktanteil) und einen Umsatz von 28,3 Millionen Euro. Angesichts der Hochpreisigkeit der Einzelflaschen lag der Umsatz-Marktanteil damit bei 0,38 Prozent. Nach den Schätzungen der Marktforscher gibt es im deutschen Handel etwa 300 verschiedene Marken.

Angebot wurde deutlich reduziert

Der Blick in die veränderten Handelsregale macht laut Branchenkennern deutlich, dass es gerade in den letzten zwei Jahren eine deutliche Ausdünnung des Angebotes gegeben hat. Viele Lebensmitteleinzelhändler beschränken sich mittlerweile auf Craftbiere, die eine nennenswerte Abverkaufsgeschwindigkeit haben und füllen ihre Regale mit mengentauglichen Bierspezialitäten auf. Tatsache ist: Der Biermarkt diversifiziert sich weiter. Selbst die großen Brauereien wie beispielsweise Veltins oder Krombacher haben inzwischen Bierspezialitäten im Portfolio. Dieser Trend wurde durch Impulse aus der Craftbier-Szene beflügelt und hat einen enorm positiven Effekt auf die gesamte Bierlandschaft.

AB InBev und Bitburger investieren

Weiterhin an Craftbier glauben die Bitburger Braugruppe und AB InBev Deutschland. Beide Unternehmen haben vor kurzem in das Segment investiert. Die Bitburger Kontor-Gruppe, eine 100-prozentige Tochter der Bitburger Braugruppe, beteiligt sich mit 30 Prozent am Hamburger Brausturm-Bierverlag (wir berichteten). Bitburger bietet in seinem eigenen Portfolio unter der Marke Craftwerk hochwertige Craftbiere an und sieht hier ein großes Wachstumsfeld. 

Auch AB InBev sieht hierzulande beim Craftbier großes Potenzial:  Seit 1. September hat der Braukonzern den nationalen Vertrieb der Biere von Crew Republic übernommen. AB InBev steigt hierzu mit seiner Tochtergesellschaft ZX Ventures mit einer Minderheitsbeteiligung bei den Münchner Craftbrauern ein (wir berichteten). 

Laut Branchenexperten könnte damit wieder etwas Bewegung in das Craftbier-Segment kommen. Vielleicht sogar Wachstum. Und Markus Berberich, Gründer und Geschäftsführer der Rügener Insel Brauerei, stellte in einem Interview mit Getränke News fest: „Craftbier ist noch in keinem Markt der Welt wieder verschwunden.“ Es bedürfe aber wirklich einer sehr hohen Glaubwürdigkeit, das werde oft übersehen, so Berberich.

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Die Craftbier-Absätze im deutschen Handel gehen weiter zurück. Wie aus einer Getränke News vorliegenden internen Unternehmenspräsentation hervorgeht, sanken die Absätze laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen von Juli 2018 bis Juni 2019 um 5 Prozent. Die Craftbrauer erzielten im deutschen Lebensmittelhandel und in Getränkeabholmärkten einen Absatz von rund 74.000 Hektolitern (0,13 Prozent Marktanteil) und einen Umsatz von 28,3 Millionen Euro. Angesichts der Hochpreisigkeit der Einzelflaschen lag der Umsatz-Marktanteil damit bei 0,38 Prozent. Nach den Schätzungen der Marktforscher gibt es im deutschen Handel etwa 300 verschiedene Marken.

Angebot wurde deutlich reduziert

Der Blick in die veränderten Handelsregale macht laut Branchenkennern deutlich, dass es gerade in den letzten zwei Jahren eine deutliche Ausdünnung des Angebotes gegeben hat. Viele Lebensmitteleinzelhändler beschränken sich mittlerweile auf Craftbiere, die eine nennenswerte Abverkaufsgeschwindigkeit haben und füllen ihre Regale mit mengentauglichen Bierspezialitäten auf. Tatsache ist: Der Biermarkt diversifiziert sich weiter. Selbst die großen Brauereien wie beispielsweise Veltins oder Krombacher haben inzwischen Bierspezialitäten im Portfolio. Dieser Trend wurde durch Impulse aus der Craftbier-Szene beflügelt und hat einen enorm positiven Effekt auf die gesamte Bierlandschaft.

AB InBev und Bitburger investieren

Weiterhin an Craftbier glauben die Bitburger Braugruppe und AB InBev Deutschland. Beide Unternehmen haben vor kurzem in das Segment investiert. Die Bitburger Kontor-Gruppe, eine 100-prozentige Tochter der Bitburger Braugruppe, beteiligt sich mit 30 Prozent am Hamburger Brausturm-Bierverlag (wir berichteten). Bitburger bietet in seinem eigenen Portfolio unter der Marke Craftwerk hochwertige Craftbiere an und sieht hier ein großes Wachstumsfeld. 

Auch AB InBev sieht hierzulande beim Craftbier großes Potenzial:  Seit 1. September hat der Braukonzern den nationalen Vertrieb der Biere von Crew Republic übernommen. AB InBev steigt hierzu mit seiner Tochtergesellschaft ZX Ventures mit einer Minderheitsbeteiligung bei den Münchner Craftbrauern ein (wir berichteten). 

Laut Branchenexperten könnte damit wieder etwas Bewegung in das Craftbier-Segment kommen. Vielleicht sogar Wachstum. Und Markus Berberich, Gründer und Geschäftsführer der Rügener Insel Brauerei, stellte in einem Interview mit Getränke News fest: „Craftbier ist noch in keinem Markt der Welt wieder verschwunden.“ Es bedürfe aber wirklich einer sehr hohen Glaubwürdigkeit, das werde oft übersehen, so Berberich.

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