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Corona brachte nie gekannte Verluste
Spirituosenmarkt

Corona brachte nie gekannte Verluste

Die Corona-Pandemie hat sich auch auf die Spirituosenindustrie gravierend ausgewirkt. Allein im Jahr 2020 ging der Umsatz der Hersteller in Europa (EU plus Großbritannien, Norwegen und Schweiz) um 8,9 Prozent zurück. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse, die das Institute of Advanced Studies (Wien) im Auftrag des europäischen Dachverbands Spirits Europe durchgeführt hat. Demnach konnten die Verluste, die die Branche durch die Schließungen von Bars und Restaurants erlitt, nicht durch Verkäufe im Handel kompensiert werden. In manchen europäischen Ländern, darunter Deutschland, sei sogar der Absatz im Handel zurückgegangen, meldet Spirits Europe.

Neben dem Einbruch der Außer-Haus-Umsätze traf das Ausbleiben von Besuchern in Destillerien und bei anderen touristischen Zielen die Branche hart. Als „beispiellos“ stuft der Verband zudem die gravierenden Ausfälle im Flughafengeschäft und Travel Retail ein, die durch den Rückgang der Passagierzahlen um 70 Prozent verursacht wurden. Neben den reinen Mengenverlusten macht der strukturelle Umbruch in der Gastronomie der Branche Sorgen. Laut der Wiener Studie verloren dort 320.000 Menschen ihre Jobs, was über einem Viertel der Stellen entspricht.

In Südeuropa wird gespart

Wie die Untersuchung außerdem zeigt, sparten offenbar Konsumenten insbesondere in südeuropäischen Ländern wie Spanien, Portugal oder Griechenland beim Spirituoseneinkauf. Dort seien die Ausgaben 2020 um beinahe ein Viertel zurückgegangen, so Spirits Europe. In nordischen Ländern wie Norwegen oder Schweden ist ein solcher Effekt nicht zu verzeichnen. Rechnerisch stiegen dort die Zahlen sogar um ca. 20 Prozent. Davon abziehen muss man allerdings die dort bedeutsamen grenzüberschreitenden Einkäufe, die während der Lockdowns fast auf null fielen.

Insgesamt sei die Spirituosenindustrie hart von der Krise getroffen worden, am stärksten hätten aber die unzähligen kleinen Destillerien gelitten, unterstreicht Spirits-Europe-Geschäftsführer Ulrich Adam. „Was Europas Destillateure und unsere Partner in der Wertschöpfungskette jetzt brauchen, ist strukturelle Unterstützung und ein günstiges politisches Umfeld, um wieder ein Motor für Beschäftigung und Wachstum in ländlichen Gebieten zu werden“, so Adam abschließend.

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Die Corona-Pandemie hat sich auch auf die Spirituosenindustrie gravierend ausgewirkt. Allein im Jahr 2020 ging der Umsatz der Hersteller in Europa (EU plus Großbritannien, Norwegen und Schweiz) um 8,9 Prozent zurück. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Analyse, die das Institute of Advanced Studies (Wien) im Auftrag des europäischen Dachverbands Spirits Europe durchgeführt hat. Demnach konnten die Verluste, die die Branche durch die Schließungen von Bars und Restaurants erlitt, nicht durch Verkäufe im Handel kompensiert werden. In manchen europäischen Ländern, darunter Deutschland, sei sogar der Absatz im Handel zurückgegangen, meldet Spirits Europe.

Neben dem Einbruch der Außer-Haus-Umsätze traf das Ausbleiben von Besuchern in Destillerien und bei anderen touristischen Zielen die Branche hart. Als „beispiellos“ stuft der Verband zudem die gravierenden Ausfälle im Flughafengeschäft und Travel Retail ein, die durch den Rückgang der Passagierzahlen um 70 Prozent verursacht wurden. Neben den reinen Mengenverlusten macht der strukturelle Umbruch in der Gastronomie der Branche Sorgen. Laut der Wiener Studie verloren dort 320.000 Menschen ihre Jobs, was über einem Viertel der Stellen entspricht.

In Südeuropa wird gespart

Wie die Untersuchung außerdem zeigt, sparten offenbar Konsumenten insbesondere in südeuropäischen Ländern wie Spanien, Portugal oder Griechenland beim Spirituoseneinkauf. Dort seien die Ausgaben 2020 um beinahe ein Viertel zurückgegangen, so Spirits Europe. In nordischen Ländern wie Norwegen oder Schweden ist ein solcher Effekt nicht zu verzeichnen. Rechnerisch stiegen dort die Zahlen sogar um ca. 20 Prozent. Davon abziehen muss man allerdings die dort bedeutsamen grenzüberschreitenden Einkäufe, die während der Lockdowns fast auf null fielen.

Insgesamt sei die Spirituosenindustrie hart von der Krise getroffen worden, am stärksten hätten aber die unzähligen kleinen Destillerien gelitten, unterstreicht Spirits-Europe-Geschäftsführer Ulrich Adam. „Was Europas Destillateure und unsere Partner in der Wertschöpfungskette jetzt brauchen, ist strukturelle Unterstützung und ein günstiges politisches Umfeld, um wieder ein Motor für Beschäftigung und Wachstum in ländlichen Gebieten zu werden“, so Adam abschließend.

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