Nachdem das Absatzminus im September nicht allzu hoch ausfiel, blickt die Brauwirtschaft auf einen desaströsen Oktober zurück. Wie der Deutsche Brauer-Bund (DBB) unter Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamts mitteilt, ging der Bierabsatz der Brauereien aus Deutschland im Oktober um 9,5Prozent zurück. Insgesamt fehlen zum Vorjahresmonat über 600.000 Hektoliter, steuerpflichtig sind es knapp 500.000 Hektoliter. Damit ist 2025 bislang ein Minus zum Vorjahr von 6,3 Prozent oder 4,4 Millionen Hektolitern aufgelaufen. Biermischgetränke verloren im Oktober „nur“ 2,9 Prozent.
Im 15. Monat mit negativem Vorjahresmonatsvergleich in Folge müsse längst von einer Zäsur gesprochen werden, so die Branchenvertretung. Als Hauptursachen machten Marktforscher übereinstimmend die nun bereits seit mehreren Jahren herrschende politische Unsicherheit und das daraus resultierende negative Konsumklima aus. Hinzu komme die demographische Entwicklung als Grundrauschen im Hintergrund, so der Brauer-Bund.
Noch schlechter als der Inlandsabsatz entwickelte sich im Oktober das Exportgeschäft, das mit einem Minus von 13,9 Prozent zu Buche schlug. Dabei fielen besonders die Verluste beim Absatz in Drittländern mit -27,5 Prozent ins Gewicht, während die Verkäufe in EU-Länder nur um 0,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat lagen.
Hohe Absatzverluste in allen Regionen
Ein Blick auf die Bundesländer zeigt, dass einzig die Brauereien aus Thüringen ein Plus verzeichneten; dort stiegen die verkauften Mengen um 2,0 Prozent. Bei den Herstellern aus Hessen brachen die Absätze um 27,7 Prozent ein. Auch die Brauereien aus Niedersachsen/Bremen (-15,6%), Rheinland-Pfalz/Saarland (-13,8%), Berlin/Brandenburg (-13,5%) und Sachsen-Anhalt (-10,2%) lagen zweistellig im Minus. Hohe Absatzverluste meldeten auch die Hersteller aus Nordrhein-Westfalen (-9,8%), Baden-Württemberg (-9,7%), Mecklenburg-Vorpommern (-7,6 %), Bayern (-7,4%) und Sachsen (-7,1%). Die Brauereien aus Schleswig-Holstein/Hamburgverzeichneten mit einem Rückgang von 5,2 Prozent die geringsten Einbußen.
In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind neben den in Deutschland produzierten Bieren auch aus der Europäischen Union importierte Bier enthalten. Hingegen gehen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht in die Statistik ein.
























































































