Die Braubranche kommt nicht aus dem Tal der Tränen: Wie der Deutsche Brauer-Bund unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamts meldet, sank der Bierabsatz der in Deutschland ansässigen Brauereien im Mai um 8,4 Prozent auf rund 7,52 Millionen Hektoliter. Damit reiht sich der Mai in eine lange Serie von Monaten mit tiefroten Zahlen ein, die Branche verliert erneut mehrere hunderttausend Hektoliter.
Der Deutsche Brauer-Bund sieht die Ursache für den Rückgang nun nicht mehr beim Wetter oder bei Verschiebungen von Events oder Feiertagen, sondern ganz klar in der wirtschaftlichen Gesamtlage. Zur Beurteilung hat der Verband die Entwicklung der produzierenden Wirtschaft insgesamt mit der der Braubranche verglichen und deutliche Parallelen festgestellt: Der Produktionsindex des Verarbeitenden Gewerbes ging von 2019 bis 2024 um 10,4 Prozent zurück, der Bierausstoß um 8,7 Prozent.
Etwas schlechter als der Export entwickelte sich dabei das Inlandsgeschäft: Hierzulande ging der Bierabsatz um 8,6 Prozent auf rund 6,19 Millionen Hektoliter zurück, die Lieferungen ins Ausland sanken um 7,1 Prozent auf 1,32 Millionen Hektoliter. Während die Exporte in EU-Länder gegenüber dem Vorjahresmonat lediglich um 3,0 Prozent im Minus lagen, wurden in Drittländer 12,8 Prozent weniger Bier verkauft. Ein einziges – kleines – Plus verzeichneten lediglich die Biermischgetränke: Ihr Absatz stieg hierzulande um 3,5 Prozent auf 483.947 Hektoliter.
Hersteller in allen Bundesländern im Minus
Unterschiedlich sah die Lage der Brauereien aus den verschiedenen Bundesländern aus, rückläufig ist der Bierabsatz allerdings überall: Prozentual im Mittelfeld liegen die beiden größten Lieferländer Bayern und Nordrhein-Westfalen mit einem Minus von 7,1 bzw. 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat – dies allerdings freilich auf einem hohen Niveau von jeweils über zwei Millionen Hektolitern.
Prozentual die höchsten Verluste musste Schleswig-Holstein/Hamburg mit -18,2 Prozent hinnehmen. Es folgen Hessen mit -17,6 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern mit -14,8 Prozent und Baden-Württemberg mit -13,7 Prozent. Ebenfalls zweistellig rückläufig war der Absatz der Brauereien aus Berlin/Brandenburg (-12,8 %) und Sachsen (-12,3 %). Einstellig ging es abwärts für die Unternehmen aus Rheinland-Pfalz/Saarland (-9,5 %), Thüringen (-7,6 %) und Sachsen-Anhalt (-6,1 %). Die geringsten Verluste machte Niedersachsen/Bremen mit -2,7 Prozent.
In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind neben den in Deutschland produzierten Bieren auch aus der Europäischen Union importierte Bier enthalten. Hingegen gehen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht in die Statistik ein.























































































