Die Absatzkrise der deutschen Brauwirtschaft setzt sich fort. Wie der Deutsche Brauer-Bund (DBB) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamts mitteilt, lag der Bierabsatz der Brauereien aus Deutschland im November 2025 sowohl insgesamt als auch beim steuerpflichtigen Absatz jeweils um 8,2 Prozent unter dem Vorjahresmonat. In absoluten Zahlen fehlten 468.000 Hektoliter beim Gesamtabsatz und 386.000 Hektoliter beim steuerpflichtigen Bier. Biermischgetränke verloren im November „nur“ 1,4 Prozent. Bereits in den beiden Vorjahren war der Bierabsatz im November deutlich rückläufig.
Noch schlechter als der Inlandsabsatz entwickelte sich im November das Exportgeschäft, das mit einem Minus von 8,3 Prozent zu Buche schlug. Dabei fielen besonders die Verluste beim Absatz in Drittländern mit -18,8 Prozent ins Gewicht, während die Verkäufe in EU-Länder mit 1,3 Prozent sogar im Plus lagen.
Kumuliert hat sich der Rückgang damit weiter verschärft: Für die ersten elf Monate 2025 summiert sich das Minus beim Gesamtbierabsatz der Brauereien aus Deutschland gegenüber 2024 auf 6,4 Prozent (-4,9 Millionen Hektoliter). Beim steuerpflichtigen Absatz beträgt der Rückgang 6,2 Prozent (-3,8 Millionen Hektoliter).
Über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet verlor die Branche laut DBB damit knapp 9,5 Millionen Hektoliter Gesamtabsatz (minus 11,6 Prozent) und fast 7,9 Millionen Hektoliter beim steuerpflichtigen Bier (minus 11,7 Prozent).
Nur zwei Bundesländer im Plus
Ein Blick auf die Bundesländer zeigt, dass einzig die Brauereien aus Rheinland-Pfalz/Saarland (+3,2%) und Thüringen (+2,7%) im November ein Plus verzeichneten. In allen anderen Bundesländern fiel die Absatzbilanz negativ aus.
Bei den Brauereien aus Sachsen-Anhalt brachen die Absätze im November um 35,1 Prozent ein. Ebenfalls zweistellig im Minus lagen die Brauereien aus Hessen (-24,1%), Berlin/Brandenburg (-22,7%), Mecklenburg-Vorpommern (-16,2%) und Niedersachsen/Bremen (-15,6%). Hohe Absatzverluste meldeten auch die Hersteller aus Schleswig-Holstein/Hamburg (-8,9%), Baden-Württemberg (-7,6%) und Bayern (-6,1%). Die Brauereien aus Sachsen (-5,1%) und Nordrhein-Westfalen (-5,0%) verzeichneten im November die geringsten Einbußen.
In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind neben den in Deutschland produzierten Bieren auch aus der Europäischen Union importierte Bier enthalten. Hingegen gehen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht in die Statistik ein.


























































































