Für die deutsche Brauwirtschaft hat das Jahr 2026 mit herben Verlusten begonnen: Wie der Deutsche Brauer-Bund (DBB) unter Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamts mitteilt, sank der Bierabsatz im Januar insgesamt um 11,9 Prozent auf rund 4,9 Millionen Hektoliter. Neben der Kälte in dem Wintermonat sieht die Branchenvertretung den Grund für die Verluste vor allem in dem sich verfestigenden Trend zum „Dry January“, also zum Verzicht auf Alkohol im ersten Monat des Jahres. Die Zahlen bewiesen, dass es sich dabei keineswegs um „eine temporäre Erscheinung“ handle, so der DBB.
Besonders stark ging der Absatz am Heimatmarkt zurück, der ein Minus von 12,6 Prozent auf nunmehr knapp 4,1 Millionen Hektoliter verzeichnete. Die Verkäufe ins Ausland sanken indessen um 8,4 Prozent auf 825.840 Hektoliter. Dabei rutschten die Importe in EU-Länder mit -6,6 Prozent geringfügiger ab als die in Drittländer mit -10,4 Prozent. Auch die Biermischgetränken brachten keinen Lichtblick, hier ging die verkaufte Menge um 6,7 Prozent auf 204.825 Hektoliter zurück.
Rote Zahlen schrieben beim Bierabsatz die Brauereien aus fast allen Bundesländern, wenn auch das Minus recht unterschiedlich hoch ausfiel. Dramatische Verluste erfuhr das größte Lieferland Bayern, dort ging der Absatz um 14,9 Prozent auf rund 1,42 Millionen Hektoliter zurück. Das zweitgrößte Bierland Nordrhein-Westfalen verzeichnete Verkäufe von 1,35 Millionen Hektolitern, was einem Minus von 7,3 Prozent entspricht.
Prozentual das schlechteste Ergebnis meldet Hessen mit -48,5 Prozent, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern (-18,8 %), Sachsen (-18,3 %) und Berlin/Brandenburg (-17,5 %). Ebenfalls zweistellig verloren die Brauereien aus Baden-Württemberg (-15,9 %) und Schleswig-Holstein (-11,2 %), es folgen Niedersachsen/Bremen (-9,5 %) und Thüringen (-7,2 %). Zuwächse gab es nur in der Region Rheinland-Pfalz/Saarland, die mit 0,3 Prozent leicht zulegte, sowie in Sachsen-Anhalt, das mit +25,4 Prozent im Januar das beste Ergebnis verzeichnen konnte.
In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind neben den in Deutschland produzierten Bieren auch aus der Europäischen Union importierte Biere enthalten. Hingegen gehen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht in die Statistik ein.


























































































