Die Berliner Brauerei Lemke verzichtet am kommenden Black Friday bewusst auf Rabatte und erhöht stattdessen die Preise im Onlineshop auf das Doppelte. Die Aktion läuft am 28. November von 0:01 bis 23:59 Uhr. Der gesamte Gewinn wird an die Björn Schulz Stiftung gespendet. Die Stiftung mit Sitz in Berlin engagiert sich für lebensverkürzend erkrankte Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und deren Familien – stationär im Kinderhospiz und ambulant mit vielen Beratungs- und Hilfsangeboten.
Geschäftsführer Martin Krotki begründet den Schritt mit dem eigenen Preisverständnis. „Unsere Biere sind mit Leidenschaft und in bester Qualität gebraut. Das hat seinen Wert. Unsere Preise sind immer fair kalkuliert.“ Für die branchenüblichen hohen Rabatte könne man nicht mitgehen: „Alle erwarten zum Black Friday Rabatte von 30 oder 40 Prozent. Da können wir nicht mithalten.“
Krotki stellt die Aktion als bewusstes Gegenmodell zur Rabattlogik dar. Man wolle verdeutlichen, unter welchen Bedingungen ein kleinerer Betrieb arbeitet: „Wir produzieren kleine Mengen und wachsen langsamer als andere. Klar, in jeder Flasche steckt auch etwas Marge. Sie ermöglicht es uns, unsere Produktionsanlagen zu warten und zu erweitern, junge Menschen auszubilden und Arbeitsplätze zu erhalten. Ja, wir schwimmen an diesem Freitag definitiv gegen den Strom, aber wir wollen zum Nachdenken anregen!“
Auch jenseits der Bierbranche gibt es Initiativen, die am Black Friday bewusst andere Akzente setzen. Der Weinhändler Delinat führt erneut seinen „Green Friday“ durch. Kunden zahlen dabei am Aktionstag zehn Prozent mehr pro Bestellung, Delinat legt weitere zehn Prozent darauf. Insgesamt fließen somit 20 Prozent des Verkaufspreises an eine gemeinnützige Umweltorganisation. In diesem Jahr kommt die Spende Sea Shepherd zugute, einer internationalen Meeresschutzorganisation. Bereits in den vergangenen Jahren unterstützte Delinat über den Green Friday unterschiedliche Projekte.
























































































