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Brauerei Bischoff stellt Betrieb ein
Insolvenz

Brauerei Bischoff stellt Betrieb ein

Die Rettung der pfälzischen Privatbrauerei Bischoff ist gescheitert. Die Brauerei wurde in den letzten Wochen kontrolliert heruntergefahren und hat den Geschäftsbetrieb eingestellt. Die Brauereianlagen sowie das Grundstück sollen verkauft werden. Über 150.000 Hektoliter wurden im pfälzischen Winnweiler einst gebraut, zuletzt sollen es noch 40.000 Hektoliter gewesen sein.

„Wir haben den Geschäftsbetrieb einstellen müssen. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es für einen Erhalt der Brauerei in ihrer bisherigen Form leider nur noch sehr geringe Chancen gibt“, sagt Insolvenzverwalter Dr. Jürgen Erbe von Schultze & Braun. Grundsätzlich wäre der Einstieg eines Investors, der die Brauerei übernimmt, zwar immer noch möglich, und es habe zuletzt auch noch Anfragen von potenziellen Investoren gegeben. „Die notwendigen Investitionen, um den Brauereibetrieb wieder wirtschaftlich aufnehmen zu können, waren letztlich aber allen zu hoch“, so Erbe. 

Finanzielle Reserven aufgebraucht

Die stark gestiegenen Energiepreise und die aktuellen Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit von CO2 sowie die damit verbundene weitere Verteuerung des Produktionsprozesses hätten dabei auch eine große Rolle gespielt, erklärt der Insolvenzverwalter. Die finanziellen Reserven der Brauerei seien in den anderthalb Jahren des Eigenverwaltungsverfahrens seit Ende 2020 in der Hoffnung auf die Übernahme durch einen Investor komplett aufgebraucht worden. „Es ist daher nicht möglich, die notwendigen Reparaturen mit eigenen finanziellen Mitteln umzusetzen“, sagt Erbe, der Ende Juli 2022 zunächst zum neuen Sachwalter und Mitte August zum Insolvenzverwalter der Privatbrauerei Bischoff bestellt wurde. 

Nach 156 Jahren das Aus

Dr. Sven Bischoff, der geschäftsführende Gesellschafter der Privatbrauerei, ergänzt: „Wir konnten über Jahre hinweg nicht so viel Bier herstellen wie eigentlich möglich gewesen wäre. Das lag daran, dass die Ammoniakleitung für die Kühlung defekt war.“ Durch den eingeschränkten Brauprozess sei der Betrieb nicht kostendeckend gewesen, und die Brauerei habe auch im Eigenverwaltungsverfahren Verluste erwirtschaftet. Dazu seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die gestiegenen Energiepreise gekommen. „Dass die Brauerei-Geschichte meiner Familie nach 156 Jahren zu Ende geht, macht mich sehr traurig“, sagt Bischoff. „Wir haben während der ganzen Sanierungsbemühungen an das Potenzial von Bischoff geglaubt und in der Vergangenheit viel in die Brauerei investiert. Es ist aber schlicht nicht mehr möglich, die Brauerei wirtschaftlich weiterzuführen.“ 

Potenzieller Investor sprang ab

In der Eigenverwaltung seit Ende 2020 war zunächst geplant, dass ein Investor das Grundstück kauft, auf dem unter anderem die Brauerei steht. Die Brauerei hätte diesen Teil des Grundstücks dann wiederum vom Investor zurück gepachtet. Dieses sogenannte Sale-and-Lease-back-Geschäft hätte dem Unternehmen den finanziellen Spielraum für die Neuaufstellung für die Zukunft verschaffen können. Die übrigen Teile des Grundstücks hätte der Investor als Bauland erschlossen und verkauft. 

Im März 2022 hatten die Gläubiger einem Insolvenzplan zugestimmt, der den Einstieg eines solchen Investors vorsah. Kurz nach dem positiven Gläubigervotum zog sich der Investor jedoch zurück. Daraufhin starteten Verhandlungen mit einem anderen potenziellen Investor für den Kauf des Grundstücks und die Übernahme der Brauerei, der Anfang August 2022 aber kurzfristig seine Interessensbekundung für das Grundstück zurückgezogen hat. 

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Die Rettung der pfälzischen Privatbrauerei Bischoff ist gescheitert. Die Brauerei wurde in den letzten Wochen kontrolliert heruntergefahren und hat den Geschäftsbetrieb eingestellt. Die Brauereianlagen sowie das Grundstück sollen verkauft werden. Über 150.000 Hektoliter wurden im pfälzischen Winnweiler einst gebraut, zuletzt sollen es noch 40.000 Hektoliter gewesen sein.

„Wir haben den Geschäftsbetrieb einstellen müssen. Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass es für einen Erhalt der Brauerei in ihrer bisherigen Form leider nur noch sehr geringe Chancen gibt“, sagt Insolvenzverwalter Dr. Jürgen Erbe von Schultze & Braun. Grundsätzlich wäre der Einstieg eines Investors, der die Brauerei übernimmt, zwar immer noch möglich, und es habe zuletzt auch noch Anfragen von potenziellen Investoren gegeben. „Die notwendigen Investitionen, um den Brauereibetrieb wieder wirtschaftlich aufnehmen zu können, waren letztlich aber allen zu hoch“, so Erbe. 

Finanzielle Reserven aufgebraucht

Die stark gestiegenen Energiepreise und die aktuellen Schwierigkeiten bei der Verfügbarkeit von CO2 sowie die damit verbundene weitere Verteuerung des Produktionsprozesses hätten dabei auch eine große Rolle gespielt, erklärt der Insolvenzverwalter. Die finanziellen Reserven der Brauerei seien in den anderthalb Jahren des Eigenverwaltungsverfahrens seit Ende 2020 in der Hoffnung auf die Übernahme durch einen Investor komplett aufgebraucht worden. „Es ist daher nicht möglich, die notwendigen Reparaturen mit eigenen finanziellen Mitteln umzusetzen“, sagt Erbe, der Ende Juli 2022 zunächst zum neuen Sachwalter und Mitte August zum Insolvenzverwalter der Privatbrauerei Bischoff bestellt wurde. 

Nach 156 Jahren das Aus

Dr. Sven Bischoff, der geschäftsführende Gesellschafter der Privatbrauerei, ergänzt: „Wir konnten über Jahre hinweg nicht so viel Bier herstellen wie eigentlich möglich gewesen wäre. Das lag daran, dass die Ammoniakleitung für die Kühlung defekt war.“ Durch den eingeschränkten Brauprozess sei der Betrieb nicht kostendeckend gewesen, und die Brauerei habe auch im Eigenverwaltungsverfahren Verluste erwirtschaftet. Dazu seien die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die gestiegenen Energiepreise gekommen. „Dass die Brauerei-Geschichte meiner Familie nach 156 Jahren zu Ende geht, macht mich sehr traurig“, sagt Bischoff. „Wir haben während der ganzen Sanierungsbemühungen an das Potenzial von Bischoff geglaubt und in der Vergangenheit viel in die Brauerei investiert. Es ist aber schlicht nicht mehr möglich, die Brauerei wirtschaftlich weiterzuführen.“ 

Potenzieller Investor sprang ab

In der Eigenverwaltung seit Ende 2020 war zunächst geplant, dass ein Investor das Grundstück kauft, auf dem unter anderem die Brauerei steht. Die Brauerei hätte diesen Teil des Grundstücks dann wiederum vom Investor zurück gepachtet. Dieses sogenannte Sale-and-Lease-back-Geschäft hätte dem Unternehmen den finanziellen Spielraum für die Neuaufstellung für die Zukunft verschaffen können. Die übrigen Teile des Grundstücks hätte der Investor als Bauland erschlossen und verkauft. 

Im März 2022 hatten die Gläubiger einem Insolvenzplan zugestimmt, der den Einstieg eines solchen Investors vorsah. Kurz nach dem positiven Gläubigervotum zog sich der Investor jedoch zurück. Daraufhin starteten Verhandlungen mit einem anderen potenziellen Investor für den Kauf des Grundstücks und die Übernahme der Brauerei, der Anfang August 2022 aber kurzfristig seine Interessensbekundung für das Grundstück zurückgezogen hat. 

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