Die Brauwirtschaft blickt auf einen desaströsen August zurück: Wie der Deutsche Brauer-Bund (DBB) unter Verweis auf Zahlen des Statistischen Bundesamts mitteilt, sackte der Bierabsatz der Brauereien aus Deutschland in dem Sommermonat um 14,8 Prozent ab und entwickelte sich damit noch schlechter als in den Vormonaten. In Summe setzten die Unternehmen in Deutschland im August rund 6,39 Millionen Hektoliter Bier ab. Insgesamt ist damit 2025 bislang ein Minus zum Vorjahr von 6,9 Prozent oder vier Millionen Hektolitern aufgelaufen.
Wie die Branchenvertretung weiter meldet, steht nicht nur die deutsche Brauwirtschaft vor immensen Schwierigkeiten, auch andere europäische Märkte brechen ein. So verzeichneten die Schweizer Brauereien für August ein Minus von 13 Prozent. Österreich stand zum Halbjahr ähnlich wie Deutschland aufgelaufen bei -7 Prozent.
Die Gründe für den massiven Schwund sind laut DBB vielschichtig: Neben dem allgemein schlechten Konsumklima führt die Branchenvertretung als Ursachen die Anti-Alkohol-Kampagnen von NGOs und Medien ebenso an wie das zeitweise wenig sommerliche Wetter und die hohen Bierpreise in der Gastronomie.
Noch schlechter als der Inlandsabsatz, der im August um 14,4 Prozent auf rund 5,3 Millionen Hektoliter zurückging, entwickelte sich das Exportgeschäft, das mit einem Minus von 17,0 Prozent zu Buche schlug. Dabei fielen besonders die Verluste beim Absatz in Drittländern mit -23,6 Prozent ins Gewicht, während der Verkäufe in EU-Länder „nur“ um 11,8 Prozent unter dem Vorjahresmonat lagen.
Viele Bundesländer zweistellig im Minus
Ein Blick auf die Bundesländer zeigt, dass einzig die Brauereien aus Sachsen-Anhalt ein Plus verzeichneten; dort stiegen die verkauften Mengen um 12,8 Prozent. Bei den Herstellern aus dem größten Lieferland Bayern brachen die Absätze um 19,9 Prozent ein, im zweitgrößten Bierland Nordrhein-Westfalen sah es mit -4,9 Prozent etwas besser aus. Prozentual die höchsten Verluste musste Baden-Württemberg mit -39,2 Prozent hinnehmen. Es folgen mit jeweils zweistelligen Rückgängen Sachsen (-23,4 %), Schleswig-Holstein/Hamburg (-20,2 %), Hessen (-17,5 %), Berlin/Brandenburg (-15,8 %) und Rheinland-Pfalz/Saarland (-11,0 %). Einstellig im Minus lagen Thüringen (-8,9 %), Niedersachsen/Bremen (-8,5 %) und Mecklenburg-Vorpommern (-7,7 %).
Nicht einmal die Biermischgetränke konnten im August etwas trösten, auch sie schrieben rote Zahlen, der Absatz sank um 11,0 Prozent auf 382.806 Hektoliter.
In seiner Bewertung der Lage schließt der Brauer-Bund mit einem niederschmetternden Fazit: Bier, dass sich bislang als „relativ konjunktur-resilient“ gezeigt habe, folge mittlerweile dem allgemeinen wirtschaftlichen Trend – sogar der Haustrunk liege im August mit fast zwölf Prozent zurück.
In den Zahlen des Statistischen Bundesamts sind neben den in Deutschland produzierten Bieren auch aus der Europäischen Union importierte Bier enthalten. Hingegen gehen alkoholfreie Biere und Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der EU eingeführte Bier nicht in die Statistik ein.























































































