Der Rechtsstreit zwischen „Paulaner Spezi“ und „Mio Mio Cola + Orange“ geht in die nächste Runde. Wie Berentzen-CEO Oliver Schwegmann auf LinkedIn mitteilt, hat sich das Unternehmen entschlossen, in Berufung zu gehen und den Fall vor das Oberlandesgericht zu bringen. Das Landgericht München I hatte zwischen beiden Markenauftritten eine zu große Ähnlichkeit gesehen und entschied mit Urteil vom 5. August zugunsten von Paulaner (wir berichteten).
Wie Schwegmann auf der Business-Plattform weiter mitteilt, habe die Urteilsbegründung das Unternehmen „so gar nicht überzeugt“, es habe „an vielen Stellen Kopfschütteln und ungläubige Seufzer“ gegeben – und das nicht nur bei Laien, sondern auch bei erfahrenen Anwälten und Markenrechtsexperten.
Jeder, der selbst im LEH einkaufen gehe, halte das Urteil für „lebensfremd“, verweist Schwegmann auf Verpackungen unter anderem von Joghurts und Müslis oder – ganz konkret – die nach seiner Ansicht sehr ähnlichen Packungen von Pringles und Chipsletten. Diese könnten wohl nicht alle Plagiate sein. Zwar gebe es nie Sicherheiten, man sei aber „überzeugt von der eigenständigen kreativen Idee“ und bleibe daher „kämpferisch“.
Im Zentrum der Urteilsbegründung von letzter Woche steht die bekannte „Fünf-Farben-Welle“, die Paulaner als Marke hat eintragen lassen. Dabei war der Fall „Mio Mio“ nicht der erste, in dem die Bayern am Ende obsiegten; erst im vergangenen Frühjahr verbot das Landgericht München der saarländischen Karlsberg Brauerei, ein ähnliches Farbspektrum für seine „Brauerlimo“ zu verwenden. Das Produkt wurde inzwischen vom Markt genommen.























































































