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Aromenvielfalt entscheidend beim Kauf
Softdrinks-Markt

Aromenvielfalt entscheidend beim Kauf

Alkoholfreie Getränke sind weltweit nicht gerade eine boomende Kategorie: Laut dem Marktforschungsunternehmen Global Data wuchs das Gesamtsegment von 2015 und 2020 durchschnittlich um lediglich 0,9 Prozent im Jahr. Immer neue Herausforderungen machen der Branche das Leben schwer. Eines der in allen Märkten vordringlichsten Themen ist dabei sicherlich die global geführte Diskussion um den Zuckergehalt von Getränken. Kein Wunder, dass die Hersteller überall Anstrengungen unternehmen, die Kalorien in ihren Produkten zu reduzieren.

Weitere intensive Bemühungen im Kampf um die Aufmerksamkeit der Konsumenten richten sich laut Global Data auf die Entwicklung neuartiger Geschmacksrichtungen. Getränkearomen seien wohl der wichtigste Faktor bei der Kaufentscheidung, glaubt Holly Inglis, Getränkeanalystin bei Global Data. Nach Erhebungen ihres Instituts geben 29 Prozent der Verbraucher weltweit an, dass sie aus reiner Neugier gerne neue Geschmacksrichtungen probieren würden.

Marktforscher sehen fünf globale Geschmacks-Trends

Für die großen Unternehmen wie Coca-Cola, Nestlé, Unilever oder Pepsico sei dies ein großer Anreiz, neue Produkte auf den Markt zu bringen, und stärke die Softdrinks als innovative Branche, so die Marktforscher. Laut Global Data prägen in diesem Jahr vor allem fünf Aromen-Trends die Kategorie weltweit: Auf großes Interesse stoßen Getränke, die mit Hanf und CBD angereichert sind. Sie werden von einem Drittel bzw. einem Fünftel der Verbraucher positiv aufgenommen. Eine Umfrage von Global Data zeigt allerdings, dass viele mit den Inhaltsstoffen längst nicht vertraut sind. Damit müssten sich die Produzenten beschäftigen, wenn eine Neueinführung langlebig sein solle, unterstreicht Holly Inglis.

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Der Boom kennt auch am deutschen Markt zurzeit kaum Grenzen. So stellte gerade dieser Tage Gerolsteiner seine neue limitierte Range „Hanf-Infusion“ vor, die ab September in zwei Varianten auf den Markt kommen soll. Bereits im April kündigte Pepsico unter dem Label „Rockstar“ die neue Linie „Energy + Hemp“ in drei Sorten an, um nur ein weiteres Beispiel zu nennen.

Mango in vielen Ländern ein Favorit

Im Trend liegen weiterhin Fruchtaromen: Entstanden in Rumänien und Singapur, hat insbesondere die Lust auf Getränke mit Mango inzwischen vor allem die USA, Großbritannien und Frankreich erfasst. So bietet Pepsico in den USA mit „Bubly Bounce“ ein kalorienfreies Sprudelwasser an, das die Aromen von Grapefruit, Mango, Orange und Passionsfrucht kombiniert.

Dass Mango auch in Deutschland gefragt ist, zeigen Neueinführungen wie die „Hohes C Supershots“, die Eckes-Granini gerade in den Handel einführt. Eine von zwei Sorten ist ein Fruchtmix mit Mango. Auch die zur Jahreswende angekündigte neue Premiumlimonade „Select“ von Frankenbrunnen setzt auf die exotische Frucht. Eine von drei Sorten ist Mango-Orange.

Pfirsich bleibt ein gefragter Klassiker

Ebenfalls beliebt sind nach wie vor Produkte auf Pfirsich-Basis. Als Beispiele führt Global Data Lipton’s Peach Tea mit Honig und das mit Pfirsich aromatisierte Wasser von Badoit am französischen Markt an. Zusammen mit einem niedrigen Kalorien- oder Zuckergehalt entstünden beim Verbraucher positive Assoziationen zur Marke, zeigt sich Inglis überzeugt.

Dass der Eistee-Klassiker Pfirsich auch hierzulande nach wie vor top-aktuell ist, zeigt indessen der Launch der neuen Marke „Dirtea“, die die Youtuberin Shirin David in Zusammenarbeit mit der Krombacher-Tochter Drinks & More entwickelt hat; neben zwei ungewöhnlicheren Sorten greift der Newcomer auch den „Peach“ selbstverständlich mit auf. Auch für Fuze Tea von Coca-Cola gehört der Pfirsich zum Pflichtprogramm. So ist eine von zwei im Frühjahr 2021 vorgestellten Line-Extensions ebenfalls mit Pfirsich (und Holunderblüte) aromatisiert. Auch diese Marke punktet im Übrigen zusätzlich mit ihrem dank Stevia und Sucralose niedrigen Kaloriengehalt.

78 Prozent halten Ingwer für gesund

Als wahre „Wunderknolle“ gilt offenbar auch der Ingwer. In Ländern wie Nigeria, Südkorea oder Peru entscheiden sich Verbraucher gerne für ingwerhaltige Getränke, da sie der Wurzel eine für die Verdauung und überhaupt die Gesundheit positive Wirkung zusprechen. Laut Global Data glauben 78 Prozent der Konsumenten weltweit, dass Ingwer ihre Gesundheit günstig beeinflusst – mit den entsprechenden Vorteilen für Hersteller, die auf die Knolle setzen. Wie hierzulande Valensina, die ihr Sortiment im Frühjahr um „Fruits +“, eine Multi-Sorten-Subrange erweiterten, die auch einen Ingwermix umfasst. Kurz zuvor stellte Meßmer als neuer Konkurrent am Eistee-Markt die Range „Cold Tea sparkling“ in der Dose vor, darunter ebenfalls eine Variante mit Ingwer.

Auffallend ist, dass auch traubenbasierte Getränke 2021 neu auf den Markt kamen – allen gängigen Stereotypen zum Trotz, dass diese besonders zuckerhaltig und damit ungesund seien. Dieses Vorurteil ist laut Global Data besonders in Westeuropa verbreitet, wo traubenhaltige Getränke oft mit geringer Qualität in Verbindung gebracht würden.

AfG-Branche zeigt sich innovativ

Insgesamt beobachte die Marktforschung aktuell die Entstehung mehrerer einzigartiger Geschmacksrichtungen, die zu verschiedensten Konsumtrends passen, resümiert Global Data. Sie würden in Zukunft das Image des Softdrinks-Markts als hochinnovative und florierende Branche prägen, glaubt Holly Inglis. Für die nächsten Jahre erwartet sie das Aufkommen von Aromen wie Aloe und Beeren, außerdem werde man mehr Geschmackskombinationen in den Regalen des Handels sehen, die nicht-fruchtige und Kräuteraromen mit außergewöhnlichen Früchten zusammenführen.

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Softdrinks-Markt

Aromenvielfalt entscheidend beim Kauf

Alkoholfreie Getränke sind weltweit nicht gerade eine boomende Kategorie: Laut dem Marktforschungsunternehmen Global Data wuchs das Gesamtsegment von 2015 und 2020 durchschnittlich um lediglich 0,9 Prozent im Jahr. Immer neue Herausforderungen machen der Branche das Leben schwer. Eines der in allen Märkten vordringlichsten Themen ist dabei sicherlich die global geführte Diskussion um den Zuckergehalt von Getränken. Kein Wunder, dass die Hersteller überall Anstrengungen unternehmen, die Kalorien in ihren Produkten zu reduzieren.

Weitere intensive Bemühungen im Kampf um die Aufmerksamkeit der Konsumenten richten sich laut Global Data auf die Entwicklung neuartiger Geschmacksrichtungen. Getränkearomen seien wohl der wichtigste Faktor bei der Kaufentscheidung, glaubt Holly Inglis, Getränkeanalystin bei Global Data. Nach Erhebungen ihres Instituts geben 29 Prozent der Verbraucher weltweit an, dass sie aus reiner Neugier gerne neue Geschmacksrichtungen probieren würden.

Marktforscher sehen fünf globale Geschmacks-Trends

Für die großen Unternehmen wie Coca-Cola, Nestlé, Unilever oder Pepsico sei dies ein großer Anreiz, neue Produkte auf den Markt zu bringen, und stärke die Softdrinks als innovative Branche, so die Marktforscher. Laut Global Data prägen in diesem Jahr vor allem fünf Aromen-Trends die Kategorie weltweit: Auf großes Interesse stoßen Getränke, die mit Hanf und CBD angereichert sind. Sie werden von einem Drittel bzw. einem Fünftel der Verbraucher positiv aufgenommen. Eine Umfrage von Global Data zeigt allerdings, dass viele mit den Inhaltsstoffen längst nicht vertraut sind. Damit müssten sich die Produzenten beschäftigen, wenn eine Neueinführung langlebig sein solle, unterstreicht Holly Inglis.

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Der Boom kennt auch am deutschen Markt zurzeit kaum Grenzen. So stellte gerade dieser Tage Gerolsteiner seine neue limitierte Range „Hanf-Infusion“ vor, die ab September in zwei Varianten auf den Markt kommen soll. Bereits im April kündigte Pepsico unter dem Label „Rockstar“ die neue Linie „Energy + Hemp“ in drei Sorten an, um nur ein weiteres Beispiel zu nennen.

Mango in vielen Ländern ein Favorit

Im Trend liegen weiterhin Fruchtaromen: Entstanden in Rumänien und Singapur, hat insbesondere die Lust auf Getränke mit Mango inzwischen vor allem die USA, Großbritannien und Frankreich erfasst. So bietet Pepsico in den USA mit „Bubly Bounce“ ein kalorienfreies Sprudelwasser an, das die Aromen von Grapefruit, Mango, Orange und Passionsfrucht kombiniert.

Dass Mango auch in Deutschland gefragt ist, zeigen Neueinführungen wie die „Hohes C Supershots“, die Eckes-Granini gerade in den Handel einführt. Eine von zwei Sorten ist ein Fruchtmix mit Mango. Auch die zur Jahreswende angekündigte neue Premiumlimonade „Select“ von Frankenbrunnen setzt auf die exotische Frucht. Eine von drei Sorten ist Mango-Orange.

Pfirsich bleibt ein gefragter Klassiker

Ebenfalls beliebt sind nach wie vor Produkte auf Pfirsich-Basis. Als Beispiele führt Global Data Lipton’s Peach Tea mit Honig und das mit Pfirsich aromatisierte Wasser von Badoit am französischen Markt an. Zusammen mit einem niedrigen Kalorien- oder Zuckergehalt entstünden beim Verbraucher positive Assoziationen zur Marke, zeigt sich Inglis überzeugt.

Dass der Eistee-Klassiker Pfirsich auch hierzulande nach wie vor top-aktuell ist, zeigt indessen der Launch der neuen Marke „Dirtea“, die die Youtuberin Shirin David in Zusammenarbeit mit der Krombacher-Tochter Drinks & More entwickelt hat; neben zwei ungewöhnlicheren Sorten greift der Newcomer auch den „Peach“ selbstverständlich mit auf. Auch für Fuze Tea von Coca-Cola gehört der Pfirsich zum Pflichtprogramm. So ist eine von zwei im Frühjahr 2021 vorgestellten Line-Extensions ebenfalls mit Pfirsich (und Holunderblüte) aromatisiert. Auch diese Marke punktet im Übrigen zusätzlich mit ihrem dank Stevia und Sucralose niedrigen Kaloriengehalt.

78 Prozent halten Ingwer für gesund

Als wahre „Wunderknolle“ gilt offenbar auch der Ingwer. In Ländern wie Nigeria, Südkorea oder Peru entscheiden sich Verbraucher gerne für ingwerhaltige Getränke, da sie der Wurzel eine für die Verdauung und überhaupt die Gesundheit positive Wirkung zusprechen. Laut Global Data glauben 78 Prozent der Konsumenten weltweit, dass Ingwer ihre Gesundheit günstig beeinflusst – mit den entsprechenden Vorteilen für Hersteller, die auf die Knolle setzen. Wie hierzulande Valensina, die ihr Sortiment im Frühjahr um „Fruits +“, eine Multi-Sorten-Subrange erweiterten, die auch einen Ingwermix umfasst. Kurz zuvor stellte Meßmer als neuer Konkurrent am Eistee-Markt die Range „Cold Tea sparkling“ in der Dose vor, darunter ebenfalls eine Variante mit Ingwer.

Auffallend ist, dass auch traubenbasierte Getränke 2021 neu auf den Markt kamen – allen gängigen Stereotypen zum Trotz, dass diese besonders zuckerhaltig und damit ungesund seien. Dieses Vorurteil ist laut Global Data besonders in Westeuropa verbreitet, wo traubenhaltige Getränke oft mit geringer Qualität in Verbindung gebracht würden.

AfG-Branche zeigt sich innovativ

Insgesamt beobachte die Marktforschung aktuell die Entstehung mehrerer einzigartiger Geschmacksrichtungen, die zu verschiedensten Konsumtrends passen, resümiert Global Data. Sie würden in Zukunft das Image des Softdrinks-Markts als hochinnovative und florierende Branche prägen, glaubt Holly Inglis. Für die nächsten Jahre erwartet sie das Aufkommen von Aromen wie Aloe und Beeren, außerdem werde man mehr Geschmackskombinationen in den Regalen des Handels sehen, die nicht-fruchtige und Kräuteraromen mit außergewöhnlichen Früchten zusammenführen.

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